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Was ist eigentlich Clickertraining?

Nachdem in den Foren und auf Facebook immer wieder gefragt wird, was Clickern eigentlich ist und warum ein Clicker das Training positiv beeinflussen kann, gibt es heute einen Grundlagen-Post, der das Prinzip Clickern erklärt.

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Clickertraining basiert auf dem Prinzip des „Operanten Konditionierens“ nach Skinner. Dabei wird der Effekt genutzt, dass ein Verhalten umso öfter gezeigt wird, wenn auf eben dieses eine positive Konsequenz folgt. Im breiten Feld des Operanten Konditionierens bewegt man sich also genauer im „Lernen am Erfolg“ nach Thorndike. Für das Hütchen ist so eine positive Konsequenz eine Karotte, ein Apfelschnitz, ein Leckerli, etc. Bei manchen Pferden kann man auch mit einer Streicheleinheit loben (Rán steht halt mehr auf Fressen..)

Ganz besonders wichtig für dieses „Lernen am Erfolg“ ist, dass die Belohnung direkt auf das gewünschte Verhalten erfolgen muss. Der Zeitraum liegt bei Pferden hier bei max. 2 Sekunden. Und genau da kommt der Clicker ins Spiel: Das Klickgeräusch an sich ist keine Belohnung, sondern ein Markersignal für das gewünschte Verhalten. Der Clicker überbrückt also sozusagen den Zeitraum von der Markierung des richtigen Verhaltens bis zur Belohnung.

Mit dieser Art der Arbeit will man erreichen, dass das Pferd versteht, was es tun soll und dies dann auch gerne tut. Damit ist das Clickertraining weit entfernt von den Stress- und Druckmethoden!

Ein praktisches Beispiel:

Ich möchte, dass Rán auf das Stimmsignal „Artig“ den Kopf von mir (und dem verführerischen Leckerlibeutel) wegdreht. Sie zeigt das richtige Verhalten – der Kopf geht weg von mir. Würde ich jetzt in den Leckerlibeutel greifen, um sie zu belohnen, kommt der Kopf ja sofort wieder zurück (logo, Rán will ja die Karotte) . Für das Hütchen bedeutet das: Sie lernt NICHT den Kopf wegzudrehen, sondern sie lernt, dass es belohnt wird, den Kopf auf mich und den Beutel zuzudrehen. Mit dem Clicker kann ich genau den Moment markieren, in dem der Kopf schön weit weg von mir ist, und danach das Leckerli geben. Somit lernt Rán also das richtige, von mir gewünschte Verhalten mit dem Signalwort „Artig“ zu verbinden!
Auf dem Bild sieht man, dass Rán die Übung schon ziemlich gut beherrscht und genau weiß, was ich von ihr will.

Wichtig für jeden ist: You get what you click!

Soll heißen – man muss sich wirklich genau überlegen, welches Ziel man erreichen will und in wie viele Teilschritte man es aufbrechen muss. Das oben gezeigte Beispiel ist eine Grundlagenübung,  mit der man ganz am Anfang arbeiten kann. Will man seinem Pferd aber Zirkustricks beibringen, wie beispielsweise sich hinzusetzen, dann erfordert das viele Teilschritte. Klickt man dabei im falschen Moment, oder verwirrt das Pferd, wird man sein Ziel nicht erreichen. Statt Harmonie, Vertrauen und Schabernack erreicht man dann nur Frust und Unlust.

Clickern hilft also nicht nur, eine positive Beziehung zum Pferd aufzubauen, die auf Vertrauen und positive Verstärkung setzt, sondern es hilft dem Menschen, klar zu werden und sich genau zu überlegen, wohin man will und welcher Weg für Pferd und Mensch am besten ist. Außerdem lernt man auch, einmal einen unkonventionellen Weg zu gehen, um ans Ziel zu gelangen – denn jedes Pferd und jeder Mensch lernt eben auf seine eigene Art und Weise!

Quer durch das Sortiment – Teil 1

Auf Grund einer Diskussion bezüglich: Was dem Pferd füttern, wenn es xyz nicht mag? ist die Idee für diesen Post entstanden.

Rán kriegt von mir meistens Karotten beim Clickern, Jackpot ist ein Apfel oder eine Birne. Viel kreativer war ich noch nicht. Da wir ja aber auch das leidige Grasproblem haben (Rán findet Gras attraktiver als mich und meine Leckerlis), musste ich mir wohl zwangsläufig ein paar Gedanken zum Thema Belohnungsfutter machen. Für meine Wellensittichbande daheim habe ich eine Liste ausgedruckt mit all den Knabbereien, die die Spatzis haben dürfen – da steht genau drauf, was man wie oft füttern sollte und dass beispielsweise Minze zwar nett ist, aber wirklich nur sehr selten gegeben werden sollte.

Jetzt habe ich mir gedacht: Warum nicht auch beim Ponyhütchen mal ein bisschen kreativ sein? Leider habe ich so eine tolle Liste für wählerische Clickerponys nicht gefunden…also bin ich in den Supermarkt meines Vertrauens gestapft und habe mich einmal quer durch die Obst- und Gemüseabteilung gekauft. All die Sachen dann zur Ráni geschleppt und probekosten lassen. Das Ergebnis dieses einmaligen Geschmackstest, kombiniert mit Hintergrundwissen (sozusagen den Do’s and Don’ts des Leckerlifütterns) sehr ihr nun hier:

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Spanischer Schritt

Natürlich geht es momentan nicht nur ins Gelände, sondern wir sind auch weiterhin fleißig am Clickern.

DSC05291Da ich aktuell ja besonders Körpertargets im Fokus habe, ist ein neues Trainingsziel der Spanische Schritt. Dabei bin ich schon verschiedene Wege gegangen, die immer wieder in folgendem Problem geendet haben: Dem Aufstampfen bis hin zum Betteln. Da das Ponyhütchen aber auch nicht mehr die besten und gesundesten Beine hat, will ich nicht, dass sie damit allerweil so rumstampft, mal davon abgesehen: Wie sieht das denn aus?!

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Reitbar? Reitbar!

Endlich ist es soweit – ich darf Rán wieder reiten!

Das freut mich natürlich ganz arg für mich – denn es hat mir sehr gefehlt. Aber: Ganz  besonders freut es mich vor allem für das Pony, denn das bedeutet, dass dieser schlimme Krankenwinter hinter ihr liegt und es nun wohl wirlkich bergauf geht! Auf dem Weg dahin, haben wir mal schnell noch eine Lahmheit vorne links mitgenommen, weil – warum eigentlich nicht…? 😉

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Gesucht: Wundermittel gegen Husten

Ich würde ja schrecklich gerne an dieser Stelle Videos oder Bilder von neuen Trainingsfortschritten und Probierereien posten. Stattdessen lautet die bittere Wahrheit aber: Der blöde blöde Husten und mit ihm die schlechte Atmung gehen einfach nicht weg. Ganz im Gegenteil: Sie nisten sich ein und sind resistent gegenüber allen Bitten. Wir starten also eine neue Runde Kampf gegen die Hustengeister, ganz vorne an der Front der Optimismus, dass das alles schon wieder wird!

As Rán’s coughing is getting worse and worse I am not able to present new videos or pictures from our training. Instead I would be pleased if you want to share some inside information against coughing with me 😉  In the meantime, please go and take a look at Sabine’s great Facebook page „Clicker Isi“ which really is inspiring!

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Wenn ich gerade nicht das Netz und alle möglichen Bücher auf der Suche nach der Wunderwaffe durchforste, dann lasse ich mich von Sabines tollen Clicker-Videos inspirieren. Mein Trainingstagebuch ist voller Ideen und Spielereien, dank dir! Sabine macht das wirklich schön mit ihren beiden, und mit ihrem Atli (der aktuell humpelt und auch nicht ganz fit ist) zeigt sie, wie sehr sich Geduld auszahlen kann – von ganz scheu am Anfang einer Übungseinheit hin zu Souveränität im Umgang mit dem Feind  der Fahne.

Lasst euch inspirieren!

Wer tolle Tipps und Tricks bei schlimmer Atmung im Offenstall mit gewässertem Heu und wenig Koppelgang hat, darf sie mir gern in einem Kommentar mitteilen.