Ponyliebe

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Problemfrei durch den Sommer: Grastraining

Mit den warmen Temperaturen kommen auch wieder schwierige Themen wie „Abspritzen“, „mit Fliegenspray einsprühen“ und „Wiesenwege meistern“ auf. Zappelige Pferde, nervöse Unruhe, zerrende Menschen – keine schöne Vorstellung. Wie du dir das diesen Sommer und für immer ersparen kannst, erkläre ich dir in dieser Serie. Nach dem Abspritzen mit dem Wasserschlauch geht es heute um das Thema Gras, was viele von euch bei mir angefragt hatten, v.a. nach meinem letzten Post über die freie Arbeit auf der Wiese(mehr …)

Fallbeispiel: Mit dem Wasserschlauch abspritzen

Vergangene Woche habe ich euch in meiner neuen Serien „Sommerprobleme“ erklärt, wie man dem Pferd beibringen kann, dass das Abspritzen  mit dem Wasserschlauch tatsächlich gar nicht sooooo dramatisch ist, wie gedacht. Mich haben einige Fragen dazu erreicht und auch die Bitte, diese Theorie an einem konkreten Fallbeispiel zu erläutern. Heute also für euch: Ein Fallbeispiel + Lösung.

 

Dazu möchte ich folgende Dinge anmerken: Es gibt keine pauschale Lösung! Jedes Pferd reagiert anders, Lebewesen sind nicht programmierbar und sollen es auch nicht sein 🙂 Ich denke mir hier ein Beispiel aus, wie man es durchaus alltäglich an Reitställen sehen kann. Den Lösungsweg den ich euch vorgebe, könnt ihr zu 99% nicht 1 zu 1 umsetzen, sondern müsst euch eben danach richten, was euer Pferd bereit ist zu tun. Aber ich denke, der Lösungsweg gibt euch eine Idee vor, die euch hilft, klar und strukturiert zu denken und Geduld zu bewahren!

Bevor du loslegst: Bitte nochmal diesen Artikel lesen, da ist mein Fragen-Prinzip erklärt 🙂

Fallbeispiel

Lady ist ein braves und sehr zuverlässiges Pferd. Ohne Probleme macht sie immer alles mit und bereitet wirklich nie Probleme. Außer beim Thema Abspritzen…bis zum Waschplatz führen geht ohne Probleme, aber wehe ihre Besitzerin Antonia geht zum Wasserschlauch. Dann verwandelt sich die brave und liebe Lady in ein panisches, unberechenbares Pferd.

Was tun?

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Lösungsansatz

 

Schritt 1: Den Angstauslöser durch Ausprobieren herausfinden 

Da Lady den Waschplatz an sich nicht negativ ansieht, sondern sich anscheinend vor dem Schlauch oder dem Wasser fürchtet, muss zuerst herausgefunden werden, was genau ihr solche Panik verursacht. Ich würde daher zunächst Wasser aus einem Eimer holen und an einem völlig anderen Ort ausprobieren, ob sie sich davor fürchtet (d.h. sie auch damit abwaschen, zB mit einem Schwamm; oder sie damit anzuspritzen) – wir gehen an dieser Stelle davon aus, dass sie sich nicht vor dem Wasser, sondern vor dem Schlauch fürchtet (damit ist natürlich auch das gefährlich, was diese fürchterliche Gummischlange ausspuckt, aber das zu beheben ist leicht machbar 🙂 )

Schritt 2: Den Gummischlauch aus dem Zusammenhang nehmen und die Angst abbauen

Da die Angst ja anscheinend vom Wasserschlauch ausgelöst wird, würde ich diesen nun an anderer Stelle präsentieren und zuerst dort positiv besetzen. Warum? Weil Dinge, wenn man sie aus bekannten Situationen herausreißt, plötzlich neu sind und dann die Neugierde, sie doch näher anzuschauen, größer ist. Außerdem kann es auch passieren, dass der Schlauch am Paddock (oder wo auch immer) plötzlich gar nicht mehr beängstigend ist. Dann wäre die Panik nämlich doch ortsgebunden!

Wie  mache ich das? Ich stelle folgende Fragen an das Pferd (und gehe immer erst dann eine Frage weiter, wenn das Pferd soweit ist!):

1) Der Schlauch liegt am Boden. Zusammen mit dem Pferd näherst du dich, bleibst aber in angemessener Entfernung stehen. Die Frage an dein Pferd lautet: Kannst du hier mit mir stehen bleiben, ganz ruhig und entspannt, obwohl da drüben der Schlauch liegt? Du bleibst so weit vom Schlauch weg, dass dein Pferd die Frage sicher mit JA beantworten kann 🙂

Prinzipiell gilt: Um druckfrei zu arbeiten, MUSST du die Fragen so stellen, dass dein Pferd JA darauf antworten kann. Ist die Antwort zu schwierig, dann baut sich Leistungsdruck auf, der gegebenenfalls die Lernleistung abschwächen kann.

2) Schaffst du es, dich dem Schlauch ein wenig mehr zu nähern?

Gemeinsam geht ihr ein Stückchen weiter und verlasst den Komfortzonenbereich. Ein Stückchen ist wirklich nur ein winzig kleines Stückchen!!

Diesen Schritt wiederholst du so lange, bis ihr sehr nahe am Schlauch angekommen seid und dein Pferd diese Nähe super ertragen kann. Dieser Prozess kann in wenigen Minuten geschehen, aber auch Tage dauern!

3) Ist es für dich ok, wenn ich nicht mehr neben dir stehe, sondern am Schlauch bin?

4) Kann ich den Schlauch anfassen?

5) Kann ich den Schlauch sogar bewegen (nicht auf dich zu, sondern von dir weg)??

Spätestens an dieser Stelle muss auch für das mutigste Pferd Schluss sein! Überlege dir mal, wie tapfer Lady war, wenn sie all diese Fragen bezüglich des Gruselgegners mit Ja beantwortet hat und gerne mit dir zusammen gearbeitet hat. Das muss mit einer Denk- und Lernpause von mindestens einem Tag belohnt werden <3

6) Traust du dich dem Schlauch nachzugehen, ihn zu verfolgen?

Wenn all diese Punkte zuverlässig sitzen, nie Panik hervorrufen oder andere Anzeichen von Unwohlsein würde ich beginnen die gleichen Schritte am Waschplatz zu wiederholen. Wenn auch dort das alles gar kein Thema mehr ist und auch wirklich nur dann würde ich langsam das Wasser mit hinzunehmen!

7) Ich lasse ganz sachte Wasser plätschern, weit von dir entfernt. Ist das ok für dich? Kannst du trotzdem hier bleiben?

Aus dem Wasser plätschern wird nach und nach mehr, bis am Ende der normale Wasserstrahl aus dem Schlauch kommt, den du auch zum Abspritzen benutzt. Bisher muss dein Pferd nur in der Nähe stehenbleiben, das Wasser berührt es noch nicht!

8) Wenn das Wasser ganz sachte plätschert, darf ich den Strahl dann ein bisschen auf dich richten? (Hier würde ich zunächst auf den Boden vor dem Pferd zielen – erst wenn das ok ist, würde ich an den Beinen beginnen, eher an den Hinterhufen, damit es nicht aus Versehen an den Kopf spritzen kann)

Von nun an würde ich auch hier stetig steigern. Immer wenn neue Körperstellen hinzukommen, würde ich wieder mit einem ganz sachten Wasserstrahl beginnen und auch nie direkt beim Bauch anfangen, sondern immer von unten nach oben tasten!

Das Gesicht würde ich niemals abspritzen, sondern mit einem nassen Schwamm abwischen.

 

Wenn bei all diesen Fragen ein Ja oder ein kleiner Schritt hin zum Ja ausgiebig belohnt werden und neue Teilerfolge regelrecht gefeiert werden, dann sollte Lady nach und nach ihre Panik am Waschplatz verlieren und irgendwann ganz entspannt dastehen. Natürlich muss irgendwann nicht mehr jeder kleinste Schritt belohnt werden, das Lob ganz ausschleichen würde ich hier aber nie! Stimmlob, Kraulen und v.a. am Ende ein Leckerli wären für mich unerlässlich! 

 

Wie findest du diesen Lösungsweg? Hilft dir das Beispiel weiter?

 

 

 

 

 

Fáfnir lernt clickern – Teil 2: Das Handtarget

In den letzten Monaten habe ich nicht nur mit Rán gearbeitet, sondern auch ihrem Langzeitlebensgefährten Fáfnir (sprich: Faubnir)  die Idee des Clickerns vermittelt. Das ganze habe ich gefilmt, so dass du direkt daran teil haben kannst und vielleicht ein bisschen die Angst davor verlierst, selbst mit Clickern anzufangen 🙂 Es sind sozusagen Mutmach-Videos!

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Problemfrei durch den Sommer – Wasserschlauch, Einsprühen & Co trainieren

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Fáfnir lernt clickern

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Mattentraining

Ein Thema, das immer wieder auftaucht, ist das Mattentraining – verbunden mit der Frage nach der geeigneten Matte. Dieser Artikel beschäftigt sich mit grundlegenden Dingen rund um das Mattentraining: Was ist das eigentlich? Wie erkenne ich eine gute Matte und wo kann ich die dann kaufen? Wie bringe ich meinem Pferd diese Matte schonend bei? Und was kann ich eigentlich damit alles so machen??!

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Lieblinge: Leckerlibeutel von Treusinn

DSC07124Elementar fürs Clickern ist ein passender Leckerlibeutel. Zwei Jahre hat mich mein erster begleitet und ist mir letztens leider zerbröselt. Daher musste möglichst schnell ein Ersatz her und an diesen hatte ich besondere Ansprüche:

  • Groß muss er sein
  • Verschließbar, damit auf längeren Spaziergängen oder wilden Freiarbeitseinheiten nicht alles hinausfällt
  • Das Material soll robust sein, viel aushalten und möglichst langlebig sein
  • Am liebsten nicht irgendwie im Ausland mit Stoffen hergestellt, bei denen man nicht weiß, mit was sie behandelt wurden
  • Die Krönung: Waschbar!
  • Tja – und weil man nicht genug Ansprüche haben kann, das ganze am liebsten in pink

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Die 5 hilfreichsten Bücher für deinen Start ins Clickertraining

Ich bin ja eine kleine Leseratte und wenn ich etwas lernen möchte, schaue ich gerne in das passende Sachbuch. Im Bereich Clickern mit Pferden gibt es eine wahre Fülle an Büchern, die dir den Einstieg in das Themengebiet erleichtern wollen. Hier stelle ich dir die fünf hilfreichsten Bücher für deinen Start ins Clickertraining vor. Natürlich sind alle Bücher auch für Fortgeschrittene Clickerer gut geeignet, da sie immer wieder einen Impuls oder Denkanstoß liefern 🙂

“Clickerfitte Pferde” von Viviane Theby, Katja Frey und Nina Steigerwald

Buchrezension "Clickerfitte Pferde" von Viviane Theby et al.

Viviane Theby ist für mich ein absolutes Vorbild und eine meiner liebsten Trainerinnen der Clickerszene. Zusammen mit zwei weiteren – sehr kompetenten – Praktikerinnen hat sie hier ein Buch auf die Beine stellt, das für Einsteiger und Fortgeschrittene wirklich keine Wünsche mehr offen lässt.

In einem Grundlagenteil wird die Theorie des Clickerns anschaulich, aber nicht zu lang erläutert. Im Praxisteil werden zunächst Grundlagenübungen, beispielsweise auch Höflichkeitsübungen, anschaulich vorgestellt und beschrieben. Weiterhin gibt es Kapitel zum Thema “Entspannendes”, “Gymnastik im Stehen” (aktuell mein Lieblingsteil für Anregungen), “Pferd in Bewegung” (hier werden Clickeranregungen beim Reiten selbst gegeben), “Übungen für den Menschen” (klasse finde ich hier die Idee, dass sich zwei Menschen gegenseitig clickern, um diese Trainingsart besser nachvollziehen zu können) und “Medical Training” (also Vorbereitung für entspannte Tierarzt-Besuche). Alle Kapitel gleichen einem Sammelsurium an tollen Ideen.

Was mich an diesem Buch überzeugt, sind folgende Dinge:

  • Sinnvolle Übungseinheiten und gut durchdachte Problembewältigungsstrategien werden anschaulich dargestellt. Der Text lässt sich leicht nachvollziehen und die tollen und vor allem vielen Bilder erklären das Vorgehen immer Schritt für Schritt.
  •  Der Aufbau der einzelnen Übungsanregungen: Zu Beginn gibt es immer eine kurze Einführung, sowie eine Auflistung der benötigten Materialien. Danach folgt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die die Übung in Einzelschritte runterbricht und so einen genauen Plan für das erfolgreiche Clickertraining bietet. Abgerundet wird jede Übung von einer Auflistung möglicher Variationen, sowie einem Schaukasten, der den Nutzen der Übung kurz und prägnant zusammenfasst.

„Pferde gymnastizieren mit dem Clicker“ von Viviane Theby

41967Aufbauend auf das Buch „Clickerfitte Pferde“ gibt es ein zweites Lehrbuch von Frau Theby, das aus meiner Sicht das erste perfekt ergänzt. In diesem Buch geht es nicht mehr so sehr um die Grundlagen und die Theorie, und auch nicht um Spiele oder Zirzensik mit dem Pferd. Stattdessen wird hier aufgezeigt, wie man ein Pferd mit Hilfe des Clickertrainings gesund gymnastizieren kann und somit beispielsweise auf dessen Aufgabe als Reitpferd vorbereiten kann.

Die Grundsätze der Biomechanik eines Pferdes werden hier aktiv angewandt. Einzelne Kapitel dienen dazu, den eigenen Blick auf das Pferd besser zu schulen und beispielsweise dessen Händigkeit zu erkennen. Grob lässt sich das Buch in drei Ausbildungsabschnitte einteilen, die optimalerweise der Reihe nach mit dem Pferd erarbeitet werden: Vorbereitende Bodenarbeit, hier wird beispielsweise auf Seitengänge an der Hand eingegangen, Longieren und schlussendlich Reiten. Obacht! Dieses Buch sollte nicht als Einstiegsbuch gelesen werden, hier muss man schon ein bisschen fitter in Sachen Timing sein – dann klappt es super 🙂

Was mich an diesem Buch überzeugt, sind folgende Dinge:

  • Auch hier gibt es wieder einen sehr sachlogischen Aufbau, die Kapitel gehen in optimaler Länge auf das Thema ein und lassen nichts zu kurz kommen.
  • Wie bereits im ersten Buch ergänzen hier die Checklisten und die Fotos den Text optimal, und vereinfachen so das Lernen

„It’s Showtime“ von Sylvia Czarnecki

its_showtimeIn diesem feinen Buch dreht sich alles um die bekannten Zirkuslektionen, wie beispielsweise dem Kompliment oder dem Apportieren, aber auch witzigen Tricks, wie beispielsweise Jacke ausziehen. Alles in allem also die perfekte Grundlage um für die nächste Stallfeier eine kleine Show zu planen 😉 Sylvia geht zunächst auf Grundlagen ein – was mir hier besonders gefällt ist, dass sie auch Hinweise zur Sicherheit von Pferd und Mensch gibt, sowie auf die Pferdegesundheit hinweist (man kann mit dem Clicker jedem Pferd alles beibringen, sollte ihm aber nur das beibringen, was es gesundheitlich gut leisten kann!). Im Praxisteil werden die einzelnen Übungen ausführlich vorgestellt. Für mich eignet sich dieses Buch sowohl für Einsteiger – weil schnelle Erfolgserlebnisse möglich sind, aber auch für Fortgeschrittene, weil die Autorin neue Denkanstöße liefert. Super ist auch, dass eine Übung nie nur einen Erarbeitungsweg hat, sondern immer verschiedene Ansätze für Mensch und Pferd gegeben werden, so dass du sicherlich den richtigen Weg finden wirst!

Was mich an diesem Buch überzeugt, sind folgende Dinge:

  • Die Erklärungen sind wirklich leicht nachzuvollziehen und daher ist es kein Problem, die Übungen selbst anzuwenden
  • Die Autorin schlägt immer wieder verschiedene Variationen vor
  • Es wird sehr schön erklärt, dass Zirkuslektionen das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd spielerisch stärken können und dass diese nebenbei auch der Gesunderhaltung und Gymnastizierung des Pferdes dienen können

„Lernspiele für Pferde“ von Nathalie Penquitt

lernspiele_fuer_pferde_300Auch wenn dieses Buch nicht primär vom Clickern spricht, so ist es doch – für mich – eine optimale Ergänzung in meinem Bücherregal. Dieses Buch bietet eine Fülle an Anregungen für Spiele und Kunststücke, die man seinem Pferd beibringen kann. Mit Unterstützung zahlreicher Bilder und möglichen Problemen ist hier ein abwechslungsreiches Buch gelungen, das auch außerhalb des Internets für Anregung sorgt!

Was mich an diesem Buch überzeugt, sind folgende Dinge:

  • Es werden verschiedene Charaktertypen Pferd vorgestellt, z.B. der Kasper oder der Musterschüler, und diesen passende Übungen zugeordnet. So fällt es – gerade zu Beginn – leichter, herauszufinden, welche Spiele für das eigene Pferd gut geeignet sein könnten! (Eine solche Einteilung gibt es hier übrigens auch für den Menschen – sehr amüsant 😉 )
  • Es werden nicht einfach nur Spiele vorgestellt, sondern auch mögliche Probleme benannt und Lösungsideen vorgegeben. Außerdem wird auch immer der positive Effekt eines Spieles betont. So sieht man gleich: Spielen macht Spaß und kann zeitgleich einen Sinn haben (auch wenn es das nicht immer muss 😉 )

Der Clickerkurs von Babette Teschen und Tania Konnerth

clickerkursDas ist das wohl umfangreichste Buch, dass du am Markt finden wirst. Gleichsam ist es auch teurer, als die kleinen Taschenbücher, aber lass dich davon nicht abschrecken!

Der Clickerkurs besteht aus drei Teilbüchern und wird durch ein umfangreiches Videomaterial ergänzt. Im grundlegenden Basisteil wird der Zugang zum Clickertraining vorgestellt, erläutert was Clickern eigentlich ist und wie es funktioniert und auch warum es so gut funktioniert. Wer diesen Teil gelesen hat, ist wirklich gut informiert und kann auch auf nervige Nachfragen a la „Der macht das doch nur wegen den Leckerlis“ gut kontern. Im Praxisteil 1 werden erste Übungen vorgestellt, hier geht es vor allem um alltägliche Dinge im Umgang mit einem Pferd (zum Beispiel sehr gut geeignet für Jungpferdebesitzer), aber auch um erste Spielereien mit dem Pferd. Im Praxisteil 2 werden diese Übungen mit konkreten und schwierigeren Bodenarbeitselementen ergänzt. Zusätzlich geht es hier darum, wie man das Clickern auch auf Longieren und Reiten übertragen kann – wie also durch Clickern ein Reitpferd ausgebildet werden kann. Die vielen Videos nebenbei visualisieren diese Beispiele!

Was mich am Clickerkurs so überzeugt, sind folgende Dinge:

  • Er ist wirklich umfangreich und lässt nichts aus (egal ob Grundlagen, Checklisten oder mögliche Fehlerquellen), so dass man hier ein sehr gutes Lehrbuch an der Hand hat und den Einstieg auch ohne Trainer ganz gut bewältigen kann.
  • Babette Teschen und Tania Konnerth schaffen es, die einzelnen Übungen in einfachen Worten, sowie kurz und prägnant so zu erklären, dass man sie zu 100% selbst anwenden kann

Video gefällig?

30749Und wer den Einstieg lieber via Videos und Tutorials machen möchte, dem lege ich die DVD „Clickertraining für Einsteiger“ von Viviane Theby und Nina Steigerwald ans Herz. Auf dieser DVD werden authentische Trainingssituationen gezeigt, bei der nicht Experten agieren, sondern deren Schüler. Das heißt, dass nicht alles glatt läuft, sondern auch Fehler gemacht werden – so erhält man einen rundum Einblick darüber, was alles passieren kann und wie man dies verhindern kann. Die DVD schafft einen guten Einstieg mit Trainingsspielen für Menschen, um das richtige Timing zu lernen, bevor es dann an die grundlegenden Übungen, wie beispielsweise die Konditionierung auf den Clicker oder auch die Höflichkeit, geht.

Die DVD geht insgesamt über zwei Stunden und bietet auch dann noch interessante Anreize, wenn man schon eine Weile clickert. Hier absolute Daumen hoch-Empfehlung von mir! 🙂

Fazit

Wenn du dich jetzt nicht entscheiden kannst, welches du am ehesten kaufen sollst, kann ich dir ja nur zu allen fünfen raten 😉 Denn: Mit diesen fünf Büchern bist du wirklich perfekt gerüstet für deinen Start ins Clickertraining! Sowohl, was die lernpsychologischen Grundlagen betrifft, als auch die Themen „Timing“ und „Trainingsaufbau“ kriegst du hier eine super Basis, die du dann in die Praxis umsetzen kannst. (Willst du trotzdem nur eines kaufen, dann wäre mein Tipp der „Clickerkurs“, weil er einfach alles in einem vereint!)

Nichtsdestotrotz ist es nie verkehrt, mit einem Trainer zusammenzuarbeiten – kein Buch der Welt kann eine Praxisstunde ersetzen 😉

Extra Tipp von mir: Filme deine Trainingseinheiten, für einen noch größeren Lerneffekt!

7 Gründe, warum du anfangen solltest zu clickern

Clickertraining ist eine großartige Trainingsweise: Es macht Spaß, ist dynamisch, macht dich kreativ, vereint dich und dein Pferd zu einer tollen Einheit…! Trotzdem lebst du noch ohne? Dann habe ich hier 7 Gründe, warum du wirklich anfangen solltest zu clickern!

P.S.: Für alle eingefleischten Clickerer sind diese Gründe ebenfalls  gut geeignet – damit könnt ihr nämlich den „Rest“ von unserer tollen Trainingsweise überzeugen 🙂

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