Ponyliebe

Schlagwort Archiv: Clicker

Meine 4 Tipps für dein perfektes Clickerleckerli

Erst in meinem Inhalationsartikel habe ich berichtet, wie mühevoll das Clickertraining ist, wenn der bekannte Motivator „Futterlob“ wegfällt. Zwangsweise mussten wir das Inhalieren ohne Futter erarbeiten, weil die Maske Futtergabe nicht zulässt. Für mich ist dabei der bekannte Satz „Man muss den höchsten Motivator für ein Tier finden“ sehr deutliche Realität geworden – die Rán braucht Futter, alles andere motiviert sie nicht genug.

Schon vor einer langen Zeit habe ich mit euch meinen Futtertest geteilt – darin habe ich mich vor allem mit Obst- und Gemüsesorten auseinandergesetzt, die man theoretisch als Belohnung beim Clickern einsetzen kann. Mein Ziel war es, einmal für mich herauszufinden, was man einem Pferd überhaupt bedenkenlos füttern kann, aber auch, was mein Pferd eigentlich gerne frisst und was für sie ein richtig genialer Jackpot ist.

Dennoch erreichen mich täglich viele Fragen zum richtigen Belohnungsfutter beim alltäglichen Clickertraining. Daher fasse ich heute für euch nochmal die 4 wichtigsten Tipps zusammen, die du beachten musst, wenn du auf der Suche nach dem perfekten Clickerleckerli bist! 🙂 (mehr …)

Problemfrei durch den Sommer: Grastraining

Mit den warmen Temperaturen kommen auch wieder schwierige Themen wie „Abspritzen“, „mit Fliegenspray einsprühen“ und „Wiesenwege meistern“ auf. Zappelige Pferde, nervöse Unruhe, zerrende Menschen – keine schöne Vorstellung. Wie du dir das diesen Sommer und für immer ersparen kannst, erkläre ich dir in dieser Serie. Nach dem Abspritzen mit dem Wasserschlauch geht es heute um das Thema Gras, was viele von euch bei mir angefragt hatten, v.a. nach meinem letzten Post über die freie Arbeit auf der Wiese(mehr …)

Warum sich Hartnäckigkeit lohnt

Gestern war es soweit. Die Arbeit von einem Jahr hat sich ausgezahlt. Meine Saat hat eine reife Ernte hervorgebracht und ich wurde reich belohnt für meine Geduld und Hartnäckigkeit!

Seit über einem Jahr arbeite ich immer wieder frei mit Rán. Lediglich mittels Körpersprache und meiner eigenen Energie versuche ich sie zu arbeiten, mit ihr zu einer Einheit zu verschmelzen, gemeinsam zu tanzen. (mehr …)

Fallbeispiel: Mit dem Wasserschlauch abspritzen

Vergangene Woche habe ich euch in meiner neuen Serien „Sommerprobleme“ erklärt, wie man dem Pferd beibringen kann, dass das Abspritzen  mit dem Wasserschlauch tatsächlich gar nicht sooooo dramatisch ist, wie gedacht. Mich haben einige Fragen dazu erreicht und auch die Bitte, diese Theorie an einem konkreten Fallbeispiel zu erläutern. Heute also für euch: Ein Fallbeispiel + Lösung.

 

Dazu möchte ich folgende Dinge anmerken: Es gibt keine pauschale Lösung! Jedes Pferd reagiert anders, Lebewesen sind nicht programmierbar und sollen es auch nicht sein 🙂 Ich denke mir hier ein Beispiel aus, wie man es durchaus alltäglich an Reitställen sehen kann. Den Lösungsweg den ich euch vorgebe, könnt ihr zu 99% nicht 1 zu 1 umsetzen, sondern müsst euch eben danach richten, was euer Pferd bereit ist zu tun. Aber ich denke, der Lösungsweg gibt euch eine Idee vor, die euch hilft, klar und strukturiert zu denken und Geduld zu bewahren!

Bevor du loslegst: Bitte nochmal diesen Artikel lesen, da ist mein Fragen-Prinzip erklärt 🙂

Fallbeispiel

Lady ist ein braves und sehr zuverlässiges Pferd. Ohne Probleme macht sie immer alles mit und bereitet wirklich nie Probleme. Außer beim Thema Abspritzen…bis zum Waschplatz führen geht ohne Probleme, aber wehe ihre Besitzerin Antonia geht zum Wasserschlauch. Dann verwandelt sich die brave und liebe Lady in ein panisches, unberechenbares Pferd.

Was tun?

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Lösungsansatz

 

Schritt 1: Den Angstauslöser durch Ausprobieren herausfinden 

Da Lady den Waschplatz an sich nicht negativ ansieht, sondern sich anscheinend vor dem Schlauch oder dem Wasser fürchtet, muss zuerst herausgefunden werden, was genau ihr solche Panik verursacht. Ich würde daher zunächst Wasser aus einem Eimer holen und an einem völlig anderen Ort ausprobieren, ob sie sich davor fürchtet (d.h. sie auch damit abwaschen, zB mit einem Schwamm; oder sie damit anzuspritzen) – wir gehen an dieser Stelle davon aus, dass sie sich nicht vor dem Wasser, sondern vor dem Schlauch fürchtet (damit ist natürlich auch das gefährlich, was diese fürchterliche Gummischlange ausspuckt, aber das zu beheben ist leicht machbar 🙂 )

Schritt 2: Den Gummischlauch aus dem Zusammenhang nehmen und die Angst abbauen

Da die Angst ja anscheinend vom Wasserschlauch ausgelöst wird, würde ich diesen nun an anderer Stelle präsentieren und zuerst dort positiv besetzen. Warum? Weil Dinge, wenn man sie aus bekannten Situationen herausreißt, plötzlich neu sind und dann die Neugierde, sie doch näher anzuschauen, größer ist. Außerdem kann es auch passieren, dass der Schlauch am Paddock (oder wo auch immer) plötzlich gar nicht mehr beängstigend ist. Dann wäre die Panik nämlich doch ortsgebunden!

Wie  mache ich das? Ich stelle folgende Fragen an das Pferd (und gehe immer erst dann eine Frage weiter, wenn das Pferd soweit ist!):

1) Der Schlauch liegt am Boden. Zusammen mit dem Pferd näherst du dich, bleibst aber in angemessener Entfernung stehen. Die Frage an dein Pferd lautet: Kannst du hier mit mir stehen bleiben, ganz ruhig und entspannt, obwohl da drüben der Schlauch liegt? Du bleibst so weit vom Schlauch weg, dass dein Pferd die Frage sicher mit JA beantworten kann 🙂

Prinzipiell gilt: Um druckfrei zu arbeiten, MUSST du die Fragen so stellen, dass dein Pferd JA darauf antworten kann. Ist die Antwort zu schwierig, dann baut sich Leistungsdruck auf, der gegebenenfalls die Lernleistung abschwächen kann.

2) Schaffst du es, dich dem Schlauch ein wenig mehr zu nähern?

Gemeinsam geht ihr ein Stückchen weiter und verlasst den Komfortzonenbereich. Ein Stückchen ist wirklich nur ein winzig kleines Stückchen!!

Diesen Schritt wiederholst du so lange, bis ihr sehr nahe am Schlauch angekommen seid und dein Pferd diese Nähe super ertragen kann. Dieser Prozess kann in wenigen Minuten geschehen, aber auch Tage dauern!

3) Ist es für dich ok, wenn ich nicht mehr neben dir stehe, sondern am Schlauch bin?

4) Kann ich den Schlauch anfassen?

5) Kann ich den Schlauch sogar bewegen (nicht auf dich zu, sondern von dir weg)??

Spätestens an dieser Stelle muss auch für das mutigste Pferd Schluss sein! Überlege dir mal, wie tapfer Lady war, wenn sie all diese Fragen bezüglich des Gruselgegners mit Ja beantwortet hat und gerne mit dir zusammen gearbeitet hat. Das muss mit einer Denk- und Lernpause von mindestens einem Tag belohnt werden <3

6) Traust du dich dem Schlauch nachzugehen, ihn zu verfolgen?

Wenn all diese Punkte zuverlässig sitzen, nie Panik hervorrufen oder andere Anzeichen von Unwohlsein würde ich beginnen die gleichen Schritte am Waschplatz zu wiederholen. Wenn auch dort das alles gar kein Thema mehr ist und auch wirklich nur dann würde ich langsam das Wasser mit hinzunehmen!

7) Ich lasse ganz sachte Wasser plätschern, weit von dir entfernt. Ist das ok für dich? Kannst du trotzdem hier bleiben?

Aus dem Wasser plätschern wird nach und nach mehr, bis am Ende der normale Wasserstrahl aus dem Schlauch kommt, den du auch zum Abspritzen benutzt. Bisher muss dein Pferd nur in der Nähe stehenbleiben, das Wasser berührt es noch nicht!

8) Wenn das Wasser ganz sachte plätschert, darf ich den Strahl dann ein bisschen auf dich richten? (Hier würde ich zunächst auf den Boden vor dem Pferd zielen – erst wenn das ok ist, würde ich an den Beinen beginnen, eher an den Hinterhufen, damit es nicht aus Versehen an den Kopf spritzen kann)

Von nun an würde ich auch hier stetig steigern. Immer wenn neue Körperstellen hinzukommen, würde ich wieder mit einem ganz sachten Wasserstrahl beginnen und auch nie direkt beim Bauch anfangen, sondern immer von unten nach oben tasten!

Das Gesicht würde ich niemals abspritzen, sondern mit einem nassen Schwamm abwischen.

 

Wenn bei all diesen Fragen ein Ja oder ein kleiner Schritt hin zum Ja ausgiebig belohnt werden und neue Teilerfolge regelrecht gefeiert werden, dann sollte Lady nach und nach ihre Panik am Waschplatz verlieren und irgendwann ganz entspannt dastehen. Natürlich muss irgendwann nicht mehr jeder kleinste Schritt belohnt werden, das Lob ganz ausschleichen würde ich hier aber nie! Stimmlob, Kraulen und v.a. am Ende ein Leckerli wären für mich unerlässlich! 

 

Wie findest du diesen Lösungsweg? Hilft dir das Beispiel weiter?

 

 

 

 

 

Fáfnir lernt clickern – Teil 2: Das Handtarget

In den letzten Monaten habe ich nicht nur mit Rán gearbeitet, sondern auch ihrem Langzeitlebensgefährten Fáfnir (sprich: Faubnir)  die Idee des Clickerns vermittelt. Das ganze habe ich gefilmt, so dass du direkt daran teil haben kannst und vielleicht ein bisschen die Angst davor verlierst, selbst mit Clickern anzufangen 🙂 Es sind sozusagen Mutmach-Videos!

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Problemfrei durch den Sommer – Wasserschlauch, Einsprühen & Co trainieren

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Fáfnir lernt clickern

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Mattentraining

Ein Thema, das immer wieder auftaucht, ist das Mattentraining – verbunden mit der Frage nach der geeigneten Matte. Dieser Artikel beschäftigt sich mit grundlegenden Dingen rund um das Mattentraining: Was ist das eigentlich? Wie erkenne ich eine gute Matte und wo kann ich die dann kaufen? Wie bringe ich meinem Pferd diese Matte schonend bei? Und was kann ich eigentlich damit alles so machen??!

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Lieblinge: Leckerlibeutel von Treusinn

DSC07124Elementar fürs Clickern ist ein passender Leckerlibeutel. Zwei Jahre hat mich mein erster begleitet und ist mir letztens leider zerbröselt. Daher musste möglichst schnell ein Ersatz her und an diesen hatte ich besondere Ansprüche:

  • Groß muss er sein
  • Verschließbar, damit auf längeren Spaziergängen oder wilden Freiarbeitseinheiten nicht alles hinausfällt
  • Das Material soll robust sein, viel aushalten und möglichst langlebig sein
  • Am liebsten nicht irgendwie im Ausland mit Stoffen hergestellt, bei denen man nicht weiß, mit was sie behandelt wurden
  • Die Krönung: Waschbar!
  • Tja – und weil man nicht genug Ansprüche haben kann, das ganze am liebsten in pink

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