Ponyliebe

Schlagwort Archiv: Bodenarbeit

Pferdeball

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Ist es bei euch aktuell auch immer so schwül? Ohne komplett Tarnung im Zebralook und einer einprägsamen Geruchsfahne, die man kilometerweit hinter sich herzieht und dennoch alle Viecher anlockt, kann man sich ja kaum noch bewegen. Da Rán auf Grund ihres Hustens bei so heiß-schwülem Wetter nicht zu sehr bewegt werden darf, um schlimmeres zu verhindern, sind wir gerade wieder sehr aktiv beim Clickern.

Erst diese Woche hatten wir eine traumhafte Clickereinheit, die mir mal wieder gezeigt hat: Wenn man ohen Erwartung und mit viel Freude über die gemeinsame Zeit clickert, entstehen tolle Geschichten!

Ich bin mit neuen Ideen, inspiriert durch den Clickerkurs von Babette Teschen und Tania Konnerth, zum Stall gefahren. Im Gepäck mein rosa Gymnastikball (das schaut übrigens sehr witzig aus, wenn in meinem kleinen weißen Flitzer ein riiiiiiesiger rosa Gymnastikball mitfährt…:D ) und die Idee, Rán endlich die Angst davor zu nehmen. Ich hatte den Ball schon zweimal dabei, aber Hütchens Interesse daran war eher gering oder sie ist davor weggelaufen. Von Mitarbeit keine Spur… aber diesesmal hat es funktioniert. Ich habe nichts anders gemacht, außer, dass ich eben keine Erwartungen mehr an Rán hatte. Schwupdiwupp hat es geklappt – Ránis Augen blitzten vor Schabernack und Freude, als sie entdeckt hat, dass man den Ball mit der Nase zum Rollen bringen kann. Allerdings war ich der gemeine Kindergärtner, der das tolle Spielzeug wegsperrt, wenn es am meisten Spaß macht… Ich will ja, dass sie noch lange damit spielen mag und wir das irgendwann eventuell sogar vom Sattel aus können – doch bis dahin fehlen noch viele Schritte, u.a. muss Rán lernen, dass man den Ball auch mit den Hufen kicken kann!

Das waren meine Denkabläufe beim erclickern:

1) Traust du dich, den Ball anzusehen und zu beobachten?

2) Traust du dich, zum Ball zu kommen und ihn aus der Nähe zu betrachten?

3) Traust du dich vielleicht sogar, ihn mit der Nase zu berühren?

Hier hatte ich meinen ersten Jackpot gesetzt! Mein Signal ist dabei „Touch“, also das gleiche wie beim Targettraining mit der XXL Fliegenklatsche. Das ist schon gut etabliert und ließ sich deshalb leicht auf den Ball übertragen. Für das Ballspielen an sich werde ich eine andere Signalkontrolle einführen („Play“).

Bis zum Punkt drei waren wir schon einmal gekommen, nur hatte sich Rán dann nicht weiter für den Ball interessiert. Bei dieser Einheit ging es also sehr schnell wieder bis zum Punkt 3, aber diesesmal auch darüberhinaus.

Weiter ging es in folgenden Schritten:

4) Wenn ich den Ball ein bisschen von dir wegrolle, folgst du ihm dann?

5) Schaffst du es, den Ball so anzustupsen (hier jetzt dann der Umstieg auf „Play“, das Signal „Touch“ habe ich von nun an nicht mehr benutzt), dass er ein bisschen rollt? Zur Unterstützung habe ich das bergabwärts gemacht, unser Stall liegt günstig am Hang, das hat das ganze erleichtert.

Hier war mein zweiter Jackpot gesetzt!

 

Für die Zukunft stehen folgende Schritte an (Achtung: Endziele, keine Teilschritte!):

– Die Signalkontrolle einführen und festigen. Signal „Play“ steht für das Anstupsen mit der Nase, am besten so, dass der Ball dabei ins Rollen kommt.

– Lernen, dem Ball zu folgen und immer wieder anzustupsen, um ein Ballspiel zu entwickeln.

– Lernen, den Ball auch mit dem Huf zu berühren. Da Beingeschichten bei Rán immer sehr schwer gehen, werde ich mir mit diesen Schritt Zeit lassen und sehen, ob er sich verwirklichen lässt. Ich erhoffe mir, dass sich diese Übung wechselseitig mit der Spanischen Schritt-Übung bedingt und beide Tricks davon profitieren können. Aber das steht noch in den Sternen.

 

Alle drei Schritte werden noch einiges an Zeit  benötigen. Insgesamt ist Rán ja eher ein langsamer Lerner, wenn es um das Thema Signalkontrolle geht. Bis jetzt sind – nach einem halben Jahr nicht sehr konsequentem/regelmäßigen Training – erst 3 Signale richtig gefestigt. Aber dafür klappen die wunderschön und sind zu 99% abrufbar wenn Stuti schlecht drauf ist, geht eh gar nix.

Quer durch das Sortiment – Teil 1

Auf Grund einer Diskussion bezüglich: Was dem Pferd füttern, wenn es xyz nicht mag? ist die Idee für diesen Post entstanden.

Rán kriegt von mir meistens Karotten beim Clickern, Jackpot ist ein Apfel oder eine Birne. Viel kreativer war ich noch nicht. Da wir ja aber auch das leidige Grasproblem haben (Rán findet Gras attraktiver als mich und meine Leckerlis), musste ich mir wohl zwangsläufig ein paar Gedanken zum Thema Belohnungsfutter machen. Für meine Wellensittichbande daheim habe ich eine Liste ausgedruckt mit all den Knabbereien, die die Spatzis haben dürfen – da steht genau drauf, was man wie oft füttern sollte und dass beispielsweise Minze zwar nett ist, aber wirklich nur sehr selten gegeben werden sollte.

Jetzt habe ich mir gedacht: Warum nicht auch beim Ponyhütchen mal ein bisschen kreativ sein? Leider habe ich so eine tolle Liste für wählerische Clickerponys nicht gefunden…also bin ich in den Supermarkt meines Vertrauens gestapft und habe mich einmal quer durch die Obst- und Gemüseabteilung gekauft. All die Sachen dann zur Ráni geschleppt und probekosten lassen. Das Ergebnis dieses einmaligen Geschmackstest, kombiniert mit Hintergrundwissen (sozusagen den Do’s and Don’ts des Leckerlifütterns) sehr ihr nun hier:

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Spanischer Schritt

Natürlich geht es momentan nicht nur ins Gelände, sondern wir sind auch weiterhin fleißig am Clickern.

DSC05291Da ich aktuell ja besonders Körpertargets im Fokus habe, ist ein neues Trainingsziel der Spanische Schritt. Dabei bin ich schon verschiedene Wege gegangen, die immer wieder in folgendem Problem geendet haben: Dem Aufstampfen bis hin zum Betteln. Da das Ponyhütchen aber auch nicht mehr die besten und gesundesten Beine hat, will ich nicht, dass sie damit allerweil so rumstampft, mal davon abgesehen: Wie sieht das denn aus?!

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Gesucht: Wundermittel gegen Husten

Ich würde ja schrecklich gerne an dieser Stelle Videos oder Bilder von neuen Trainingsfortschritten und Probierereien posten. Stattdessen lautet die bittere Wahrheit aber: Der blöde blöde Husten und mit ihm die schlechte Atmung gehen einfach nicht weg. Ganz im Gegenteil: Sie nisten sich ein und sind resistent gegenüber allen Bitten. Wir starten also eine neue Runde Kampf gegen die Hustengeister, ganz vorne an der Front der Optimismus, dass das alles schon wieder wird!

As Rán’s coughing is getting worse and worse I am not able to present new videos or pictures from our training. Instead I would be pleased if you want to share some inside information against coughing with me 😉  In the meantime, please go and take a look at Sabine’s great Facebook page „Clicker Isi“ which really is inspiring!

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Wenn ich gerade nicht das Netz und alle möglichen Bücher auf der Suche nach der Wunderwaffe durchforste, dann lasse ich mich von Sabines tollen Clicker-Videos inspirieren. Mein Trainingstagebuch ist voller Ideen und Spielereien, dank dir! Sabine macht das wirklich schön mit ihren beiden, und mit ihrem Atli (der aktuell humpelt und auch nicht ganz fit ist) zeigt sie, wie sehr sich Geduld auszahlen kann – von ganz scheu am Anfang einer Übungseinheit hin zu Souveränität im Umgang mit dem Feind  der Fahne.

Lasst euch inspirieren!

Wer tolle Tipps und Tricks bei schlimmer Atmung im Offenstall mit gewässertem Heu und wenig Koppelgang hat, darf sie mir gern in einem Kommentar mitteilen.