Ponyliebe

Schlagwort Archiv: Bodenarbeit

Lesenswert: Extreme Trail Arbeit

IMG_0228Bestimmt kennt ihr alle schon den süßen kleinen Egon, der mit Sarah und Timo immer wandern geht! Jetzt haben die drei was richtig tolles ausprobiert, dass wirklich für jeden Reiter, egal aus welcher Disziplin eine klasse Geschichte ist: Extreme Trail!

Das heißt: Geländehindernisse, die einem bei jedem stinknormalen „Nur-mal-ne-schnelle-Runde-Schritt“-Ausritt auf einmal begegnen können. Wir müssen uns zB des öfteren durch umgestürzte Bäume schlagen, natürlich ist es irgendwie nie nur der Stamm, sondern gefühlte 100 Mio Äste und Querstreben – das erinnert mich doch sehr an das Stangenmikado auf dem Trail, durch das klein Egon sogar springen muss, weil die Füßlis nicht so lang sind 🙂

Besonders spannend finde ich: In so einem Trail lernt man in erster Linie langsam und ruhig, Schritt für Schritt die verschiedenen Hindernisse zu bewältigen. Damit man als Mensch nicht in Gefahr gerät oder blöde Situationen erst entstehen lässt Oo Und da kommen wir mit unserem Clicker ins Spiel!

Ich kann Rán ja nicht rumfahren und in erreitbarer Nähe ist bei uns kein solcher Trail. Aber ich hab ja die Natur vor der Stalltür. Also habe ich mich von Sarah inspirieren lassen und werde demnächst bei unseren Spaziergängen Trailarbeit miteinbauen. Ein bisschen mache ich das schon immer, aber so richtig hab ich es mich noch nicht getraut. Doch das Schritt für Schritt und langsam kann man natürlich auch sehr schön erclickern und es macht sicherlich die Spaziergänge nochmal interessanter! Deshalb möchte ich zunächst mit ganz einfachen Sachen wie „Berg runter“ beginnen und dabei wirklich konsequent zu erclickern, dass Rán in einem bestimmten Abstand hinter mir bleibt und nicht versucht mich zu drängeln! Das klappt meistens eh schon gut, aber ihr wisst ja – gut ist immer verbesserungswürdig. Und denkt nur an die ganzen Signalkontrollen wenn man erstmal sowas wie ein Podest miteinbaut, heeeeeerrlicher Übungsspielplatz!

Bei der Jungpferdeserie von der Pferdeflüsterei geht es übrigens auch ganz intensiv um das Thema Wo geht das Pferd, wo der Mensch? (2. Lesetipp 😉 )

Soll ich euch nach und nach ein paar von meinen „Trail-Aufgaben“ vorstellen oder eventuell auch mal filmen lassen, was wir uns da so ausdenken?

Clickern a la Kurland

DSC04923Immer mehr beschäftige ich mich in der letzten Zeit mit Möglichkeiten der Gymnastizierung durch Clickern. Dabei stoße ich auf Alexandra Kurland, die eine sehr eigene Clickerschule entwickelt hat, die ich persönlich wahnsinnig spannend finde 🙂 Leider ist es sehr schwer in Deutschland an Material zu gelangen – man kann Frau Kurland aber anschreiben und so Zugang zum Onlinevideomaterial (+ Lehrgang) erhalten. Bis jetzt halte ich mich an Heike und das Clickerforum, wo sehr intensiv und ebenfalls mit Videodokumentation die ein oder andere Kurland-Übung dargestellt wird.

Am interessantesten finde ich die Übung „Why would you leave me“. Das ganze ist eine Übung am Boden, im Zirkel, der mit 8 Hütchen markiert wird. Anfangs wird beim Erreichen jedes Hütchens geclickt, dann begonnen auf die Position des Pferdes zu achten. In der Endposition läuft das Pferd gebogen (ähnlich dem Schulterherein) vor einem her.

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Lesenswert: Die Arbeit als Angebot verstehen

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Schon wieder ein neuer Mittwoch und damit wieder Zeit für einen tollen Artikel, der anregt und (mich) inspiriert. Miri und ich liegen beim freien Spiel wirklich auf einer Wellenlänge 😉 In ihrem neuesten Artikel aus Südafrika schreibt sie:

Wir treffen die Entscheidung, ob das Pferd mit uns arbeiten soll, weil wir es von ihm verlangen, oder ob wir es begeistern können, damit es mit uns arbeiten möchte.
Es liegt in unseren Händen, ob wir dem Pferd gefallen wollen, oder ob uns die Meinung von Zuschauern wichtiger ist.

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Du clickerst?!!!!

Wer beim Lesen der Überschrift eine innere entsetzte Stimme gehört hat scheint ihn schon zu kennen: Diesen Satz, mit dieser einen Betonung – und dem einen Folgesatz, der immer kommt. Ist dein Pferd dann nicht schrecklich aufdringlich??

Nein, ist es nicht!

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Lesenswert: Wie muss der Mensch im Umgang mit dem Pferd sein?

Skári - ein kleines Fotomodell ;)

Skári – ein kleines Fotomodell 😉

So oft schreibe ich es in meinen Artikeln und auch in jedem Fachbuch findet sich dieser Tipp: Clickern funktioniert nur, wenn man ohne Ansprüche, mit viel Geduld und ohne dem Alltag in Kopf mit dem Pferd arbeitet. Ist man unkonzentriert, launisch, ärgerlich oder traurig, ist nicht genug Platz für das Pferd im Kopf und das merkt es sofort. Wenn man dann eh schon schlecht drauf ist, schlägt das „störrische“ Pferd noch schneller aufs Gemüt.

Line schreibt auf Kultreiter sehr eindrucksvoll, wie man als Mensch im täglichen Umgang mit dem Pferd sein sollte: (mehr …)

Clickertraining: Hütchenspiel

CAMERASo schaut ein zufriedenes, müde gespieltes Pony aus (und die Winterrealität bei uns am Stall, grau in grau, mitten am Tag)!

Was wir gemacht haben? Meine Eltern haben mir zu Weihnachten zwei kleine gelbe Pylonen geschenkt – ich nenne sie Hütchen. Grund: Ich nennen Rán doch so gerne Ponyhütchen und den Namen soll sie sich jetzt mal verdienen 😉

Klug wie das Zauberpony eben ist, hat das auch genau 7 Minuten gedauert, bis sie das Prinzip begriffen hat! HACH! Rán braucht doch manchmal so lange und viele Kleinschritte. Mein Tagesplan an diesem Dezembertag war aber nur, die Hütchen mitzubringen und zu sehen, was sie anbietet: Reinbeißen oder umschubsen. Je nachdem wollte ich dann einfach das ganze mal laufen lassen. Und siehe da: Die Dame hat sich für Umschubsen entschieden und nach ca. 1:30 ligt die Pylone – ich hab mich so gefreut, dass Rán sich voll erschrocken hat (Beweis im Video 😉 ). Auch das Aufstellen hat geklappt, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung meinerseits – eventuell dauert das noch, bis sie die richtige Technik raus hat und ganz alleine wird es wahrscheinlich nicht gehen, da der Rand der Pylone so schmal ist, da kann sie nicht reinbeißen und auch kaum anstubsen.

Aber hey – ich finde es sooooo toll, dass sie das so schnell begriffen hat. Mal sehen, was ich damit nun so weitermachen kann!

Daher gibt es heute auch keine Schritt-für-Schritt Anleitung, sondern nur den Videolink. Schaut euch die gesamten 6 Minuten an und probiert es mit euren Ponys mal aus – vielleicht habt ihr ja auch so Umschubstalente im Stall stehen?

Hier findet ihr das Video

Habt ihr Ideen für mich, was ich nun mit der Pylonengeschichte so weitermachen kann? In meinem Kopf dachte ich, es dauert bis Ende Januar, bis überhaupt das Umschmeißen gelingt, jetzt bin ich noch nicht so weit, dass ich was kreatives dafür habe! (Klaro, ich übe und festige erst noch das Umschmeißen, brauch auch noch eine SK dafür, aber ich brauch auch ein Ziel 😀 )

Grundlagen des Clickertrainings – Signalkontrolle

Signalkontrolle

Ein wichtiges Thema, besonders am Anfang des Clickerns, ist die sogenannte Signalkontrolle. (Die anderen Beiträge zum Thema Grundlagen oder Wie fange ich eigentlich an, findet ihr hier: Grundlagen des Clickertrainings)

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Signalkontrolle bedeutet, dass man ein Verhalten mit Hilfe eines Signals (ein bestimmtes Wort, eine Geste, eine Zügelhilfe etc) kontrolliert. Das Pferd ruft das Verhalten also nur ab, nachdem es per Signal dazu aufgefordert wurde. Damit ist das Signal selbst schon eine kleine Belohnung für das Pferd, weil es die Möglichkeit bekommt, etwas auszuführen, was es kann und sicher ein Leckerli dafür zu kriegen.

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Lesenswert: Pferdebeschäftigung bei Eis und Schnee

Skári - ein kleines Fotomodell ;)

Herrje,

kaum schaut man sich um, schon ist es wieder Mittwoch und schon wieder Zeit für einen neuen Beitrag der Kategorie „Lesenswert“. Ich hoffe, es ist niemandem aufgefallen, dass dazwischen gar nix kam 😀 Aber sicher ging es euch allen in der letzten Woche genauso wie mir: Viel Zeit für Familie und Freunde, dann noch ein bisschen mit den Fellnasen gekuschelt und schwupps schon ist Silvester Oo Wenn man dann wie ich noch von der Verwandtschaft vergiftet wird, bleibt eh keine Zeit  mehr für irgendwas (außer die Erkenntnis, dass grüne Fliesen im Bad wirkliiiiiiich hässlich sind…und auch durch stundenlanges Betrachten nicht an Schönheit gewinnen können…:P )

Nunja, bis auf die Meeresanwohner hat wohl nun auch jeder den Schnee, nachdem ständig geschrien wurde – ich hoffe, ihr seid mit dem Chaos zufrieden. Ich für meinen Teil bleibe dabei: Wünsche müssen klar differenziert geäußert werden! Ich wünsche mir Schnee ja immer nur im Ausreitgelände und auf Wiesen, flockig weich und ohne Eis, gepaart mit Sonne und wunderbar befahrbaren Straßen. Das wird hier aber nie klappen, bei uns fürchtet sich der Winterdienst nämlich vor Schnee und flieht dann lieber… 😉

Aber: Bei Schnee und Eis das Pferd ausreichend beschäftigen ist nicht immer leicht. Klar – clickern geht immer. Aber ich habe nicht jeden Tag den Kopf zum Clickern – denn dafür muss man schon wirklich gut drauf sein und nicht motzig oder müde am Stall ankommen. Etwas anderes, was ich immer wieder gerne mit dem Pony mache ist das freie Spiel. Also einfach ohne ein „Muss“ oder „Soll“, sondern mit „Wollen“ und „Können“ durch die Gegend schlurfen, spielen, toben, vor Lachen fast platzen und dann wieder ganz ruhig sein <3

Miri von Mein Faible hat erst am Montag genau dazu einen schönen Artikel geschrieben, wie sie sich getraut hat loszulassen und das Spiel zuzulassen. Ich muss sagen: Mir tut das immer richtig gut, einfach nur rumalbern, nicht immer bierernst und alles schön hinterfragt…Neinein, ab und an muss auch mal Quatschi erlaubt sein – und Ráns quietschen, schnauben und die blitzenden Augen scheinen mich zu bestätigen 😉

 

Also schnell – lest euch Miris Schilderung vom „Ersten Mal“ durch und erzählt mir: Wer spielt auch gerne ab und zu?

 

P.S.: Schneebilder reiche ich nach. Könnte grad mit grünen Badfliesen dienen?? 😛