Ponyliebe

Clickertraining

Persönlichkeitsbildung Clickertraining

Passend zu meinem letzten Artikel, habe ich heute bei Sophie einen klasse geschriebenen Beitrag über die Schuldfrage im Umgang mit dem Pferd gelesen!

Beim 1. Teilschritt der Verhaltenskette Apportieren (und Aufräumen) bin ich ja lange hängen geblieben – und alle, die diesem Blog schon länger folgen wissen, dass es bei uns immer wieder lange Lernplateaus gibt, die ich mir oft nicht erklären kann. Bereits beim Clickerkurs von Babette und Tanja habe ich mich oft ertappt gefühlt, und auch wenn Heike etwas postet (Clickerforum auf Facebook) habe ich oft das Gefühl, mich habe jemand heimlich, still und leise beobachtet. Denn: Ich bin so typisch Mensch! Anstelle von kritischer Selbstreflexion ist es oft so viel einfacher zu sagen: Das Pony ist schuld! Das hat einfach keine Lust, keinen Bock, ist überhaupt vollkommen doof heute und ganz bestimmt auch noch rossig.

Sicher, ein Pony ist keine Maschine und auch Rán hat nicht jeden Tag Lust auf clickern. Gerade jetzt, wo sie den Husten immer mehr besiegt und in mini Schritten fitter wird, will sie lieber laufen und der Welt stolz präsentieren, wie schön sie wieder galoppieren kann. Jetzt kommt da dieser doofe Mensch und lässt sie nicht.

 

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Apportieren – Video

Heute gibt es mal wieder Neuigkeiten vom Lieblingspony und mir. Da ich zurzeit in den letzten Wochen der Masterarbeitschreibphase stecke, bleibt für alles, was Spaß macht, leider wenig Zeit… Aber diese Woche bin ich auch mal wieder intensiver zum Clickern gekommen und wie so oft – erstmal in einer tiefen Sinnkrise stecken geblieben. Liegt es an mir, liegt es am Wetter, am Pony…manchmal klappt einfach gar nichts.

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Pferdeball – Video

Pferdeball habe ich kurz vor dem WM-Finale begonnen. Wie ihr wisst, hatte Rán zunächst ganz schön Angst vor diesem unheimlichen rosanen Riesen. Aber: Inzwischen ist das Pony auf dem besten Weg ein Pferdefussballprofi zu werden. Äh..Nasenball. Naja, wie auch immer 😉

 

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Quer durch das Sortiment – Teil 2

Auf Grund einer Diskussion bezüglich: Was dem Pferd füttern, wenn es xyz nicht mag? ist die Idee für diesen Post entstanden.

Rán kriegt von mir meistens Karotten beim Clickern, Jackpot ist ein Apfel oder eine Birne. Viel kreativer war ich noch nicht. Da wir ja aber auch das leidige Grasproblem haben (Rán findet Gras attraktiver als mich und meine Leckerlis), musste ich mir wohl zwangsläufig ein paar Gedanken zum Thema Belohnungsfutter machen. Für meine Wellensittichbande daheim habe ich eine Liste ausgedruckt mit all den Knabbereien, die die Spatzis haben dürfen – da steht genau drauf, was man wie oft füttern sollte und dass beispielsweise Minze zwar nett ist, aber wirklich nur sehr selten gegeben werden sollte.

Jetzt habe ich mir gedacht: Warum nicht auch beim Ponyhütchen mal ein bisschen kreativ sein? Leider habe ich so eine tolle Liste für wählerische Clickerponys nicht gefunden…also bin ich in den Supermarkt meines Vertrauens gestapft und habe mich einmal quer durch die Obst- und Gemüseabteilung gekauft. All die Sachen dann zur Ráni geschleppt und probekosten lassen. Das Ergebnis dieses einmaligen Geschmackstest, kombiniert mit Hintergrundwissen (sozusagen den Do’s and Don’ts des Leckerlifütterns) sehr ihr nun hier:

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Pferdeball

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Ist es bei euch aktuell auch immer so schwül? Ohne komplett Tarnung im Zebralook und einer einprägsamen Geruchsfahne, die man kilometerweit hinter sich herzieht und dennoch alle Viecher anlockt, kann man sich ja kaum noch bewegen. Da Rán auf Grund ihres Hustens bei so heiß-schwülem Wetter nicht zu sehr bewegt werden darf, um schlimmeres zu verhindern, sind wir gerade wieder sehr aktiv beim Clickern.

Erst diese Woche hatten wir eine traumhafte Clickereinheit, die mir mal wieder gezeigt hat: Wenn man ohen Erwartung und mit viel Freude über die gemeinsame Zeit clickert, entstehen tolle Geschichten!

Ich bin mit neuen Ideen, inspiriert durch den Clickerkurs von Babette Teschen und Tania Konnerth, zum Stall gefahren. Im Gepäck mein rosa Gymnastikball (das schaut übrigens sehr witzig aus, wenn in meinem kleinen weißen Flitzer ein riiiiiiesiger rosa Gymnastikball mitfährt…:D ) und die Idee, Rán endlich die Angst davor zu nehmen. Ich hatte den Ball schon zweimal dabei, aber Hütchens Interesse daran war eher gering oder sie ist davor weggelaufen. Von Mitarbeit keine Spur… aber diesesmal hat es funktioniert. Ich habe nichts anders gemacht, außer, dass ich eben keine Erwartungen mehr an Rán hatte. Schwupdiwupp hat es geklappt – Ránis Augen blitzten vor Schabernack und Freude, als sie entdeckt hat, dass man den Ball mit der Nase zum Rollen bringen kann. Allerdings war ich der gemeine Kindergärtner, der das tolle Spielzeug wegsperrt, wenn es am meisten Spaß macht… Ich will ja, dass sie noch lange damit spielen mag und wir das irgendwann eventuell sogar vom Sattel aus können – doch bis dahin fehlen noch viele Schritte, u.a. muss Rán lernen, dass man den Ball auch mit den Hufen kicken kann!

Das waren meine Denkabläufe beim erclickern:

1) Traust du dich, den Ball anzusehen und zu beobachten?

2) Traust du dich, zum Ball zu kommen und ihn aus der Nähe zu betrachten?

3) Traust du dich vielleicht sogar, ihn mit der Nase zu berühren?

Hier hatte ich meinen ersten Jackpot gesetzt! Mein Signal ist dabei „Touch“, also das gleiche wie beim Targettraining mit der XXL Fliegenklatsche. Das ist schon gut etabliert und ließ sich deshalb leicht auf den Ball übertragen. Für das Ballspielen an sich werde ich eine andere Signalkontrolle einführen („Play“).

Bis zum Punkt drei waren wir schon einmal gekommen, nur hatte sich Rán dann nicht weiter für den Ball interessiert. Bei dieser Einheit ging es also sehr schnell wieder bis zum Punkt 3, aber diesesmal auch darüberhinaus.

Weiter ging es in folgenden Schritten:

4) Wenn ich den Ball ein bisschen von dir wegrolle, folgst du ihm dann?

5) Schaffst du es, den Ball so anzustupsen (hier jetzt dann der Umstieg auf „Play“, das Signal „Touch“ habe ich von nun an nicht mehr benutzt), dass er ein bisschen rollt? Zur Unterstützung habe ich das bergabwärts gemacht, unser Stall liegt günstig am Hang, das hat das ganze erleichtert.

Hier war mein zweiter Jackpot gesetzt!

 

Für die Zukunft stehen folgende Schritte an (Achtung: Endziele, keine Teilschritte!):

– Die Signalkontrolle einführen und festigen. Signal „Play“ steht für das Anstupsen mit der Nase, am besten so, dass der Ball dabei ins Rollen kommt.

– Lernen, dem Ball zu folgen und immer wieder anzustupsen, um ein Ballspiel zu entwickeln.

– Lernen, den Ball auch mit dem Huf zu berühren. Da Beingeschichten bei Rán immer sehr schwer gehen, werde ich mir mit diesen Schritt Zeit lassen und sehen, ob er sich verwirklichen lässt. Ich erhoffe mir, dass sich diese Übung wechselseitig mit der Spanischen Schritt-Übung bedingt und beide Tricks davon profitieren können. Aber das steht noch in den Sternen.

 

Alle drei Schritte werden noch einiges an Zeit  benötigen. Insgesamt ist Rán ja eher ein langsamer Lerner, wenn es um das Thema Signalkontrolle geht. Bis jetzt sind – nach einem halben Jahr nicht sehr konsequentem/regelmäßigen Training – erst 3 Signale richtig gefestigt. Aber dafür klappen die wunderschön und sind zu 99% abrufbar wenn Stuti schlecht drauf ist, geht eh gar nix.

Was ist eigentlich Clickertraining?

Nachdem in den Foren und auf Facebook immer wieder gefragt wird, was Clickern eigentlich ist und warum ein Clicker das Training positiv beeinflussen kann, gibt es heute einen Grundlagen-Post, der das Prinzip Clickern erklärt.

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Clickertraining basiert auf dem Prinzip des „Operanten Konditionierens“ nach Skinner. Dabei wird der Effekt genutzt, dass ein Verhalten umso öfter gezeigt wird, wenn auf eben dieses eine positive Konsequenz folgt. Im breiten Feld des Operanten Konditionierens bewegt man sich also genauer im „Lernen am Erfolg“ nach Thorndike. Für das Hütchen ist so eine positive Konsequenz eine Karotte, ein Apfelschnitz, ein Leckerli, etc. Bei manchen Pferden kann man auch mit einer Streicheleinheit loben (Rán steht halt mehr auf Fressen..)

Ganz besonders wichtig für dieses „Lernen am Erfolg“ ist, dass die Belohnung direkt auf das gewünschte Verhalten erfolgen muss. Der Zeitraum liegt bei Pferden hier bei max. 2 Sekunden. Und genau da kommt der Clicker ins Spiel: Das Klickgeräusch an sich ist keine Belohnung, sondern ein Markersignal für das gewünschte Verhalten. Der Clicker überbrückt also sozusagen den Zeitraum von der Markierung des richtigen Verhaltens bis zur Belohnung.

Mit dieser Art der Arbeit will man erreichen, dass das Pferd versteht, was es tun soll und dies dann auch gerne tut. Damit ist das Clickertraining weit entfernt von den Stress- und Druckmethoden!

Ein praktisches Beispiel:

Ich möchte, dass Rán auf das Stimmsignal „Artig“ den Kopf von mir (und dem verführerischen Leckerlibeutel) wegdreht. Sie zeigt das richtige Verhalten – der Kopf geht weg von mir. Würde ich jetzt in den Leckerlibeutel greifen, um sie zu belohnen, kommt der Kopf ja sofort wieder zurück (logo, Rán will ja die Karotte) . Für das Hütchen bedeutet das: Sie lernt NICHT den Kopf wegzudrehen, sondern sie lernt, dass es belohnt wird, den Kopf auf mich und den Beutel zuzudrehen. Mit dem Clicker kann ich genau den Moment markieren, in dem der Kopf schön weit weg von mir ist, und danach das Leckerli geben. Somit lernt Rán also das richtige, von mir gewünschte Verhalten mit dem Signalwort „Artig“ zu verbinden!
Auf dem Bild sieht man, dass Rán die Übung schon ziemlich gut beherrscht und genau weiß, was ich von ihr will.

Wichtig für jeden ist: You get what you click!

Soll heißen – man muss sich wirklich genau überlegen, welches Ziel man erreichen will und in wie viele Teilschritte man es aufbrechen muss. Das oben gezeigte Beispiel ist eine Grundlagenübung,  mit der man ganz am Anfang arbeiten kann. Will man seinem Pferd aber Zirkustricks beibringen, wie beispielsweise sich hinzusetzen, dann erfordert das viele Teilschritte. Klickt man dabei im falschen Moment, oder verwirrt das Pferd, wird man sein Ziel nicht erreichen. Statt Harmonie, Vertrauen und Schabernack erreicht man dann nur Frust und Unlust.

Clickern hilft also nicht nur, eine positive Beziehung zum Pferd aufzubauen, die auf Vertrauen und positive Verstärkung setzt, sondern es hilft dem Menschen, klar zu werden und sich genau zu überlegen, wohin man will und welcher Weg für Pferd und Mensch am besten ist. Außerdem lernt man auch, einmal einen unkonventionellen Weg zu gehen, um ans Ziel zu gelangen – denn jedes Pferd und jeder Mensch lernt eben auf seine eigene Art und Weise!

Quer durch das Sortiment – Teil 1

Auf Grund einer Diskussion bezüglich: Was dem Pferd füttern, wenn es xyz nicht mag? ist die Idee für diesen Post entstanden.

Rán kriegt von mir meistens Karotten beim Clickern, Jackpot ist ein Apfel oder eine Birne. Viel kreativer war ich noch nicht. Da wir ja aber auch das leidige Grasproblem haben (Rán findet Gras attraktiver als mich und meine Leckerlis), musste ich mir wohl zwangsläufig ein paar Gedanken zum Thema Belohnungsfutter machen. Für meine Wellensittichbande daheim habe ich eine Liste ausgedruckt mit all den Knabbereien, die die Spatzis haben dürfen – da steht genau drauf, was man wie oft füttern sollte und dass beispielsweise Minze zwar nett ist, aber wirklich nur sehr selten gegeben werden sollte.

Jetzt habe ich mir gedacht: Warum nicht auch beim Ponyhütchen mal ein bisschen kreativ sein? Leider habe ich so eine tolle Liste für wählerische Clickerponys nicht gefunden…also bin ich in den Supermarkt meines Vertrauens gestapft und habe mich einmal quer durch die Obst- und Gemüseabteilung gekauft. All die Sachen dann zur Ráni geschleppt und probekosten lassen. Das Ergebnis dieses einmaligen Geschmackstest, kombiniert mit Hintergrundwissen (sozusagen den Do’s and Don’ts des Leckerlifütterns) sehr ihr nun hier:

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Spanischer Schritt

Natürlich geht es momentan nicht nur ins Gelände, sondern wir sind auch weiterhin fleißig am Clickern.

DSC05291Da ich aktuell ja besonders Körpertargets im Fokus habe, ist ein neues Trainingsziel der Spanische Schritt. Dabei bin ich schon verschiedene Wege gegangen, die immer wieder in folgendem Problem geendet haben: Dem Aufstampfen bis hin zum Betteln. Da das Ponyhütchen aber auch nicht mehr die besten und gesundesten Beine hat, will ich nicht, dass sie damit allerweil so rumstampft, mal davon abgesehen: Wie sieht das denn aus?!

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Reitbar? Reitbar!

Endlich ist es soweit – ich darf Rán wieder reiten!

Das freut mich natürlich ganz arg für mich – denn es hat mir sehr gefehlt. Aber: Ganz  besonders freut es mich vor allem für das Pony, denn das bedeutet, dass dieser schlimme Krankenwinter hinter ihr liegt und es nun wohl wirlkich bergauf geht! Auf dem Weg dahin, haben wir mal schnell noch eine Lahmheit vorne links mitgenommen, weil – warum eigentlich nicht…? 😉

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