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Meine 4 Tipps für dein perfektes Clickerleckerli

Erst in meinem Inhalationsartikel habe ich berichtet, wie mühevoll das Clickertraining ist, wenn der bekannte Motivator „Futterlob“ wegfällt. Zwangsweise mussten wir das Inhalieren ohne Futter erarbeiten, weil die Maske Futtergabe nicht zulässt. Für mich ist dabei der bekannte Satz „Man muss den höchsten Motivator für ein Tier finden“ sehr deutliche Realität geworden – die Rán braucht Futter, alles andere motiviert sie nicht genug.

Schon vor einer langen Zeit habe ich mit euch meinen Futtertest geteilt – darin habe ich mich vor allem mit Obst- und Gemüsesorten auseinandergesetzt, die man theoretisch als Belohnung beim Clickern einsetzen kann. Mein Ziel war es, einmal für mich herauszufinden, was man einem Pferd überhaupt bedenkenlos füttern kann, aber auch, was mein Pferd eigentlich gerne frisst und was für sie ein richtig genialer Jackpot ist.

Dennoch erreichen mich täglich viele Fragen zum richtigen Belohnungsfutter beim alltäglichen Clickertraining. Daher fasse ich heute für euch nochmal die 4 wichtigsten Tipps zusammen, die du beachten musst, wenn du auf der Suche nach dem perfekten Clickerleckerli bist! 🙂 (mehr …)

Gastartikel: Chronischen Pferdehusten erkennen und behandeln (Dämpfigkeit)

Rán leidet unter COB. In meinem letzten Artikel habe ich ja erläutert, wie wir das Inhalieren  mittels positiver Bestärkung antrainiert haben. Da mich danach einige Fragen erreichten, was dieses COB eigentlich genau ist, habe ich mich mit der Seite pferde-daempfigkeit.de zusammengetan und diese um einen Gastartikel gebeten, in dem die wichtigsten Fragen von euch geklärt werden! 🙂

 

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Die Lungenkrankheit COB – auch als Dämpfigkeit bekannt – betrifft etwa eines von zehn Pferden. Wie äußert sich die COB, was sind die Folgen und was kann ich tun, um mein Pferd zu schützen?

 

Das Kürzel COB steht für chronisch obstruktive Bronchitis und bezeichnet eine fortschreitende Erkrankung der Pferdelunge, bei der sich die unteren Atemwege (Bronchien) zunehmend verengen.

Von Dämpfigkeit ist umgangssprachlich die Rede, wenn ein Pferd unter fortgeschrittener COB leidet.

 

An welchen Anzeichen erkennt man eine COB?

 

  • chronischer Husten – meist am frühen Morgen – ist das Hauptsymptom der COB
  • Atembeschwerden
  • die körperliche Belastbarkeit nimmt ab
  • allgemeine Empfindlichkeit der Atemwege bei Belastung oder gegenüber äußeren Reizen wie Heustaub und Kälte steigt

 

Mit welchen Folgen ist zu rechnen?

 

Die COB ist eine schleichende Erkrankung, die mit leichten, aber chronischen Symptomen beginnt. Der weitere Verlauf hängt stark davon ab, in welchem Stadium die Behandlung eingeleitet wird.

Bleibt die Therapie aus, setzen sich die entzündlichen Prozesse in der Lunge fort. In der Folge nimmt die Belastbarkeit des Pferdes ab und die Beschwerden treten vermehrt auf. Ein dämpfiges Pferd mit weit fortgeschrittener COB zeigt schon bei geringer Anstrengung Atembeschwerden und ist nicht mehr reitbar.

Wichtig: Je früher eine COB diagnostiziert wird, desto besser lässt sich dieser Verlauf aufhalten und die Erkrankung therapieren.

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Was bringt die medikamentöse Behandlung?

 

Durch die Gabe von entzündungshemmenden und bronchialerweiternden Medikamenten können die entzündlichen Prozesse in der Lunge aufgehalten und die Atembeschwerden reduziert werden.

Die Inhalation der Wirkstoffe ist dabei gegenüber der systemischen Verabreichung als Spritze oder Tablette unbedingt zu bevorzugen. Mithilfe spezieller Inhaliergeräte für Pferde (z.B. einem RC-Animal Chamber Pferd, wie im Bild oben) gelangt das zerstäubte Medikament direkt an den Ort der Erkrankung – nämlich in die Lunge – und kann dort seine Wirkung besser entfalten.

Wie kann ich mein Pferd schützen?

 Die steigende Anzahl von Atemwegserkrankungen bei Pferden hängt eng mit der modernen Stallhaltung zusammen. Schlechte Belüftung, Heustaub und Schimmelpilzsporen stellen eine konstante Belastung für die Pferdelunge dar.

 

Um bereits erkrankte, aber auch lungengesunde Tiere zu schützen, ist es deshalb sinnvoll, die Haltungsbedingungen zu optimieren:

  • Weichen Sie Stroh und Heu direkt vor der Fütterung in Wasser ein, um es vom schädlichen Heustaub zu befreien.
  • Als Einstreu ist staubfreier Rindenmulch eine hervorragende Alternative zu Stroh.
  • Sorgen Sie für eine gute Belüftung im Stall. Im Sommer empfiehlt sich eine ganztägige Weidehaltung.
  • Akute Infektionen der Atemwege sollten gründlich auskuriert werden, bevor das Pferd wieder belastet wird.
  • Grundsätzlich ist viel Bewegung (auch bei dämpfigen Pferden) hilfreich, um die Lungenfunktion zu erhalten.

 

Tanja zeigt uns hier Einblicke in ihr Pferdeparadies, in dem sich auch COB Pferde wohl fühlen könnten 🙂 

Vielen herzlichen Dank an Herrn Conradi, der mir die Fragen für euch beantwortet habt! Noch mehr Informationen zum Thema findet ihr unter  www.pferde-daempfigkeit.de

Hast du auch ein krankes Pferd? Wie ergeht es dir damit?

Motivator Futterlob: Warum es beim Clickern auch ohne geht, aber mit eben besser. Oder – unsere Inhalationsgeschichte

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Bitte was? Clickern und ohne Leckerli in einer Zeile? Ja – ihr habt richtig gelesen! Und das von mir, der größten Futterbelohnungsverfechterin. Tja. Aber wir sind auf ein Hindernis (das Inhalieren) gestoßen, bei dem es uns nicht möglich war, nach den klassischen Methoden zu arbeiten.

Rán wird seit dem Frühjahr inhaliert, um ihr ein besseres Leben mit ihrer Atemwegskrankheit zu ermöglichen. Klingt nicht so dramatisch, sollte man meinen. Ich füge hinzu: Die Rán, ein extrem kopfscheues Tier, welches nichts mehr hasst, als nach vorne begrenzt zu werden, wird seit dem Frühling inhaliert, bekommt also eine Maske auf, mit Schlauch nach vorne weg und muss stillstehen.

Puh! Aber erstmal von vorne. (mehr …)

5 Tipps, wie du dein Pferd auch im Gelände sinnvoll trainieren kannst

Erst vor kurzem war ich zu Besuch bei Vanessa von Herr Pferd. Ich habe ja sehr viele Halfter etc. von ihr und mit der Zeit ist ein intensiver Austausch entstanden, aus dem nun eine echte Freundschaft wurde. Vanessa hält ihre Pferde in Eigenregie und hat – genau wie wir – keine Halle und keine vernünftigen Trainingsvoraussetzungen. Trotzdem startet sie erfolgreich Turniere und hat gut im Training stehende Isländer. Ich war gemeinsam mit ihr und Fluga und Landi ausreiten und kann dir versichern: Ihre Tipps funktionieren 100%! Noch dazu ist Vanessa eine sehr sanfte Reiterin, die beneidenswert viel Geduld an den Tag bringt und ihren Pferden viel Sicherheit vermitteln kann.

Wie sie ihr Alltagstraining im Gelände gestaltet, hat sie mir in diesem Blogartikel verraten. Ich bin mir sicher, dass auch DU daraus tolle Tipps mitnehmen kannst und somit deine Ausritte in Zukunft tatsächlich einen Mehrwert erhalten! 🙂 (P.S.: Die Tipps sind von einer Gangpferdereiterin geschrieben, aber jeder 3-Gang-Pferd-Reiter kann die Tölttipps ja entsprechend ummünzen und trotzdem für sich nutzen!)

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Vanessa und ihr Isländer Landi.

 

Mein erster Blogeintrag! Wie aufregend! Ich bin Vanessa (27) und zu mir gehören die drei Islandpferde Landi (22), Boggy (22) und Fluga (7). Nebenbei führe ich das Unternehmen „Herr Pferd“. Ich bin kein Trainer, sondern berichte lediglich aus meiner eigenen Erfahrung. Entscheide selbst, welche Tipps für dich sinnvoll sind und was du gerne umsetzen möchtest.

Natürlich ist er da – der Neid. Neid auf diejenigen, die in einer Reithalle trainieren können – mit einer Bande, einem Dach über dem Kopf und fernab von jeglicher Ablenkung. Aber ich will ja nicht gleich übertrieben anspruchsvoll sein. Manchmal wäre es auch einfach schön einen Reitplatz zu haben – ebenerdig, nicht matschig und mit einem schönen Zaun.

Aber zurück zur Realität: Ich habe keine Reithalle. Ich habe keinen Reitplatz. Dafür habe ich ein wunderschönes Ausreitgelände und meine Pferde haben 5ha Wiese mit Berg, Wald und kleinem Fluss. Vor allem der Berg ist sehr dominant auf der Weide vertreten. Das einzige ebene Stück unserer Weide ist direkt am Weidetor: 12m breit und 27m lang. Wobei „eben“ relativ ist. Auf der einen Seite geht es leicht bergab, auf der anderen leicht bergauf. Dieses Stück flacher Erde haben wir mit Elektrozaun abgeteilt. Dies ist UNSER Reitplatz. Wer hier reiten kann, kann überall reiten. Landi schafft sogar die ganze Bahn im Galopp. Mit Fluga (meiner Jungstute) traue ich mich nicht. Dafür sind die Kurven zu eng. Aber was soll’s? Wir machen das Beste aus unserer Situation. Und so schlecht ist diese gar nicht.

Zu 97% reite ich einfach mit meinen Pferden aus. Schenkelweichen, Rückwärtsrichten, Schulterherein, all das baue ich in unsere Arbeit im Gelände mit ein. Unseren Reitplatz nutze ich hauptsächlich für Schritt und Töltarbeit, wenn wir uns stärker konzentrieren müssen und gezielt neue Aufgaben erarbeiten. Manchmal sind wir auch ganz wagemutig und bauen ein paar Sprünge auf. Auch das geht. Heute möchte ich euch mit auf einen meiner Ausritte nehmen. Vielleicht kann ich euch mit ein paar neuen Ideen inspirieren.

Generell bedeutet ein Ausritt für meine Pferde auch „Arbeit“. Wenn wir gemeinsam mit mehreren Reitern ausreiten, ist es Entspannung und ein Konditionstraining. Reite ich aber alleine und zu Trainingszwecken aus, möchte ich im Gelände auch etwas erreichen. Deshalb heißt ausreiten nicht langer Zügel und im Schritt dahin schlurfen. Auch im Gelände kann dein Pferd am Zügel gehen.

Natürlich ist dabei die Ablenkung größer als in der Reithalle, aber mit ein wenig Gewöhnung wird dein Pferd auch im Gelände sich auf dich konzentrieren. Ein hektisches Trippeln und in der Gegend rumgucken mit hochgerissenem Kopf erledigt sich mit ein wenig Routine ganz schnell von selbst. Auch auf Turnieren ist Ablenkung gegeben. Deshalb ist von Vorteil schon vorher dein Pferd mit verschiedenen Situationen zu konfrontieren und nicht nur in der „sicheren“ Reithallte bzw. auf dem „gewohnten“ Reitplatz zu reiten.

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Fluga vom Kronshof, die gerade vom Waldstück auf der Wiese kommt und Richtung Reitplatz flitzt.

5 Tipps zum Training im Gelände

Die folgenden Aufgaben baue ich in die täglichen Trainings(aus)ritte meiner Pferde mit ein. Selbstverständlich muss dein Pferd auch im Gelände ausreichend warmgeritten werden. Gute Tipps dazu findest du bei Fair Riding Corp. Natürlich gilt es auch, die jeweiligen Regeln und Gesetze zum Reiten im Gelände zu beachten.

  1. Zick-Zack Schenkelweichen

Meine Lieblingsübung. Du kannst sie quasi überall durchführen. Lasse dein Pferd von einer Seite des Weges auf die andere dem Schenkel weichen. Anschließend stellst du es in Ruhe um und lässt dein Pferd dem anderen Schenkel weichen. So geht es im Zick-Zack von einer Seite zur anderen. Diese Übung ist auf jeglichen Wegen möglich, sogar auf Asphalt. Je nach Breite des Weges variiert die Dauer des Schenkelweichens bevor der Wechsel erfolgt. Benötigt dein Pferd noch eine seitliche Anlehnung kannst du dich an Zäunen, Hecken etc. orientieren.

Tipp: Auch wenn Pferde im Gelände oft etwas flotter sind, verlangsame dein Pferd vor der Übung deutlich.

  1. Rückwärtsrichten

Auch Rückwärtsrichten geht immer und überall. Gibt es Stellen an denen dein Pferd gerne davon prescht? Das nächste Mal parierst du an genau dieser Stelle durch und lässt es ein paar Tritte rückwärtsgehen.

Tipp: Richte dein Pferd doch mal bergauf oder bergab rückwärts.

  1. Bergauf (tölten)

Bergab tölten bei passigen Pferden – Ich glaube diesen Tipp hat so ziemlich jeder Islandpferdereiter schon mal bekommen. Hast du denn mal versucht bergauf zu tölten? Gar nicht so einfach. Vor allen Dingen darfst du dabei das Treiben nicht vergessen, sonst bist du ganz schnell im Trab. Diese Übung aktiviert die Hinterhand deines Pferdes enorm. Ich habe einen kleine Berg im Gelände auf den eine lange, ebene (Tölt)strecke folgt. Nachdem ich energisch den Berg hoch getöltet bin, ist der Tölt auf der anschließenden Strecke wunderschön: mit aktiver Hinterhand, locker und meist sehr viel besser im Takt.

  1. Tempo verstärken im Tölt

Die perfekte Übung für lange, geschlängelte Wege. Such dir eine passende Startkurve auf deiner Töltstrecke. Die Kurve absolvierst du im langsamen Tempo Tölt, danach verstärkst du das Tempo deutlich. Vor der nächsten Kurve nimmst du dein Pferd wieder zurück ins langsame Tempo. Das Schöne an kurvigen Waldwegen: Du reitest eine Kurve nach der anderen und nicht stumpf nur Rechts-oder Linkskurven wie auf der Ovalbahn. Außerdem sind durch die naturgegebenen Bedingungen die Abstände zwischen den Kurven unregelmäßig. Mal ein längeres Stück im starken Tempo Tölt, mal ein längeres Stück ruhiges, langsames Tempo. Mehr Abwechslung geht gar nicht. Dein Pferd stumpft nicht ab und muss genau auf dich und deine Hilfen aufpassen.

Im Allgemeinen fördern Tempounterschiede die Kraft, aber auch die Durchlässigkeit deines Pferdes. Auf keinen Fall sollte dein Pferd „ohne Hinterhand“ davon laufen und den Takt verlieren. Das Tempo sollte gleichmäßig und mit aktiver Hinterhand gesteigert werden, ohne das dein Pferd zu eilig wird.

Reite nur so schnell, wie dein Pferd es bei guter Gangqualität zulässt.

  1. Volten und Biegungen

Die einfachste Möglichkeit eine Volte einzubauen ist auf Wegkreuzungen. Nicht einfach nur Abbiegen, sondern die größere Fläche auf der Kreuzung nutzen, um eine Volte oder auch eine Acht zu reiten. Aber Achtung: Ich rede von Feld- oder Waldwegen, nicht von befahrenen Straßenkreuzungen. Du kannst auch um einen freistehenden Baum herum einen Kreis reiten. Dabei kannst du wie beim Zirkel verkleinern und vergrößern die Kreisgröße variieren. Der Baum in der Mitte ist ein guter Fixpunkt für dich, um schöne, gleichmäßige Kreise zu reiten.

Tipp: Lasse dein Pferd in der Biegung ab und an 2-3 Tritte seitwärtstreten. Schiebe dein Pferd z.B. immer auf 12 Uhr und 6 Uhr 2-3 Schritte nach außen.

Noch mehr Trainingsideen findest du in diesem Buch:

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Was tun wenn,…

… dein Pferd sehr schreckhaft ist?

Neben Gelassenheitstraining in Form von Anti-Schrecktraining auf dem Reitplatz, kann es hilfreich sein, deine auserwählte Trainingsrunde erst mit einem gelassenen Partner zu reiten. Auch wenn ihr zu zweit unterwegs seid, könnt ihr die beschrieben Aufgaben gut in euren Ausritt einbauen.

Möchtest du aber auf Dauer alleine ausreiten, hat sich für mich folgendes Vorgehen als hilfreich herausgestellt. Nimm dir zwei Wochen Zeit und reite jeden Tag dieselbe Runde. Immer wieder. Ist die Strecke am ersten Tag noch furchtbar, wird sich nach einigen Tagen eine gewisse Routine einstellen. Gib deinem Pferd während der ersten Ritte viel Zeit die ungewohnten Dinge zu betrachten und die Strecke kennen zu lernen. Ich finde es wichtig, das Pferd NICHT in seiner Angst zu bestärken. Gib ihm die Chance die Sachen kennen zu lernen, aber reite souverän und energisch daran vorbei und bemitleide es nicht. Je öfter du deine Runde reitest, desto sicherer wird dein Pferd. Hat es verstanden, dass ihm nichts passiert, kannst du beginnen Aufgaben von ihm zu verlangen.

… dein Pferd im Gelände in den Rennmodus schaltet?

Mein Landi ist ein solcher Kandidat. Nicht immer, aber an manchen Tagen schaltet sich bei ihm der Rennmodus ein (- und der Kopf aus). Hektischer Schritt, Losschießen im Trab und jede Möglichkeit nutzen, um in den Galopp zu fallen. Hierbei habe ich zwei verschiedene Lösungsmöglichkeiten gefunden:

Einerseits kannst du versuchen dein Pferd durch verschiedene Aufgaben im Schritt zu fordern und zu beschäftigen: Schritt – Halt – Schritt – Halt – Rückwärts – Schritt – Vorhandwendung – Schritt- Halt – usw. Gib deinem Pferd keine Chance loszurennen und fordere von ihm größte Konzentration. Passt dein Pferd gut auf, kannst du beginnen zu Traben. Aber immer nur für eine kurze Strecke. Dann wieder durchparieren, anhalten und Übungen einfordern. Für dieses Vorgehen brauchst du eine gewisse Portion Geduld und Gelassenheit. Aus Erfahrung weiß ich, dass es manchmal schwierig ist, ruhig zu bleiben, wenn jedes Anhalten zum Rumzappeln wird. Aber nach zehnmal anhalten, wird selbst Landi ruhiger. Vor allem, wenn er nicht weiß, was danach kommt. Deshalb ist es wichtig die Aufgaben zu variieren. Dein Pferd soll nicht wissen, dass es nach jedem Halt Rückwärts gehen soll, sondern geduldig auf deine Hilfe warten.

Möglichkeit zwei zielt mehr auf Gleichmäßigkeit ab. Merke ich, dass heute ein „flotter, hektischer“ Tag ist, beginne ich schon recht früh mit Trabarbeit. Ich nutze eine hügelige Strecke mit einigen Kurven. Normalerweise reite ich auf diesem Weg bergauf viel Galopp, auf den geraden Strecken Tölt oder Trab und bergab Schritt. Ist Landi aber zu motiviert und beginnt zu rasen, absolviere ich die komplette Strecke (ca. 1,5 km) im Trab. Ich versuche ein gleichmäßiges, lockeres Trabtempo ohne zu eilen zu erreichen, dabei trabe ich leicht. Bergauf sowie bergab lasse ich mein Pferd traben. Dadurch muss es sich ausbalancieren und ich versuche gleichmäßiges, ruhiges Tempo zu erhalten. Bei den ersten „Bergen“ fragt Landi oft noch an, ob er galoppieren darf, aber spätestens nach dem dritten Berg hat er gemerkt, dass heute nur getrabt wird. Zum Ende der Strecke hat er sich meist „abreagiert“ und den Rest des Rittes können wir entspannt genießen.

Ich hoffe du hast ein paar neue Ideen bekommen und hast Lust diese bei deinem nächsten Ausritt umzusetzen. Sicherlich fallen dir noch weitere Aufgaben ein. Vielleicht hast du Lust, diese unter diesem Beitrag zu ergänzen.

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Islandstute Fluga in ihrem Halfter plus Strick von Herr Pferd.

Wenn du neugierig auf Vanessa und ihre Arbeit geworden bist, dann schau gerne in ihrem Onlineshop vorbei. Ich bin begeistert von der Qualität ihrer Arbeit und kann dir die Produkte mit bestem Gewissen ans Herz legen! <3

 

Lesetipps:

Dressurreiten im Gelände: http://www.amazon.de/Dressurreiten-im-Gel%C3%A4nde-Werner-Jost/dp/3440102300

Auf Pferdekosmos wird überlegt, wie viel Dressur ein Pferd braucht und wie Geländearbeit helfen kann.

Die 20 Besten Geländelektionen hat Cavallo gesammelt.

Auch Line hat auf Kultreiter die besten Übungen fürs Gelände gesammelt.

Akki von Führpferd berichtet in diesem Artikel, wieso man auch beim Spazierengehen mit dem Pferd trainieren kann und sollte – für all diejenigen unter euch, die nicht nur beim Ausritt im Gelände etwas tun wollen 😉

 

Wie du dein Pferd trotz Hitze auslasten kannst

36° und es wird noch heißer… Endlich Sommer in Deutschland. Aber so heiß, dass weder Mensch noch Pferd wirklich arbeiten können. Aber jetzt einfach zwei Wochen gar nichts mit den Pferden machen? Nein! Das musst du nicht! Ich stelle dir in diesem Artikel drei Möglichkeiten vor, wie du mit deinem Pferd sinnvoll üben kannst, ohne, dass es für einen von euch beiden zu anstrengend wird. (mehr …)

Problemfrei durch den Sommer: Einsprühen

Mit den warmen Temperaturen kommen auch wieder schwierige Themen wie „Abspritzen“, „mit Fliegenspray einsprühen“ und „Wiesenwege meistern“ auf. Zappelige Pferde, nervöse Unruhe, zerrende Menschen – keine schöne Vorstellung. Wie du dir das diesen Sommer und für immer ersparen kannst, erkläre ich dir in dieser Serie. Teil 1 „Abspritzen“ inkl. Fallbeispiel und Teil 2 „Wiesenwege meistern“ sind sicherlich auch spannend für dich! Im dritten Teil geht es heute um das Thema „Einsprühen“ – gerade jetzt, wo die Bremsen wieder ganz extrem sind, sicher besonders aktuell und wichtig! (mehr …)

Problemfrei durch den Sommer: Grastraining

Mit den warmen Temperaturen kommen auch wieder schwierige Themen wie „Abspritzen“, „mit Fliegenspray einsprühen“ und „Wiesenwege meistern“ auf. Zappelige Pferde, nervöse Unruhe, zerrende Menschen – keine schöne Vorstellung. Wie du dir das diesen Sommer und für immer ersparen kannst, erkläre ich dir in dieser Serie. Nach dem Abspritzen mit dem Wasserschlauch geht es heute um das Thema Gras, was viele von euch bei mir angefragt hatten, v.a. nach meinem letzten Post über die freie Arbeit auf der Wiese(mehr …)

Warum sich Hartnäckigkeit lohnt

Gestern war es soweit. Die Arbeit von einem Jahr hat sich ausgezahlt. Meine Saat hat eine reife Ernte hervorgebracht und ich wurde reich belohnt für meine Geduld und Hartnäckigkeit!

Seit über einem Jahr arbeite ich immer wieder frei mit Rán. Lediglich mittels Körpersprache und meiner eigenen Energie versuche ich sie zu arbeiten, mit ihr zu einer Einheit zu verschmelzen, gemeinsam zu tanzen. (mehr …)

Interview: Clickertraining?!

Ich habe mal wieder ein Interview gegeben – diesesmal für die Pferdefreunde, ein noch relativ junger, aber absolut toller und empfehlenswerter Blog. Mit einem der Mädels davon – Karo – schreibe ich schon länger und sie ist wirklich so eine liebe Maus! <3

Weil wir uns natürlich vornehmlich über die Ponys und das Training unterhalten, ist die Idee zu dem sehr ausführlichen Interview entstanden, dass ich euch natürlich sehr gerne präsentieren möchte 🙂 (mehr …)

Bildmomente: Frühlingsgefühle

Heute für euch einen Bilderpost mit meinen gesammelten Werken des Frühlings. Die Kirschblüten sind nun vorbei, dafür leuchtet alles in satten Farben. Herrlich!

Ich wünsche euch allen ein wunderbares Pfingstwochenende, meine Lieben! Ich verbringe es auf einem Fotoworkshop, mit der Familie und den Ponys. Wunderbar! (mehr …)