Ponyliebe

Geocaching mit Pferd

Geocachen ist ja mittlerweile eine sehr bekannte „Schnitzeljagd“, mit der man sich super neue Orte, Urlaubsziele, die eigene Stadt erschließen  und völlig neue Ecken entdecken kann oder schlichtweg die Zeit herrlich verbummeln und dabei etliche Kilometer wandern kann.

Vanessa von Herr Pferd verknüpft Geocachen mit Ausritten und erzählt euch heute, warum das so toll ist und ihr das alle unbedingt auch mal ausprobieren solltet!

Ich selbst habe mir die App schon runtergeladen und nach der Bayerischen Islmeisterschaft wollen wir das vom Stall auch mal angehen 🙂

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Geocaching mit Pferd – Warum eigentlich nicht?

Dagegen spricht gar nichts! Nur oft kommt man erst gar nicht auf die Idee. Warum nicht Reiten und Geocaching miteinander verbinden? So bekommen Ausritte ein Ziel und oft kann man auch ganz neue Wege und Strecken entdecken. Da Caches in der Regel an besonderen und außergewöhnlichen Orten versteckt werden, wird man meist mit interessanten Informationen, oder aber schönen Ausblicken belohnt. Doch beginnen wir erstmal ganz am Anfang:

Geocaching, was ist das?

Geocaching ist eine weltweite Schatzsuche mit Hilfe von GPS Geräten bzw. Handys. Überall auf der Welt verstecken die Teilnehmer kleine „Caches“ und registrieren deren GPS-Daten im Internet. Ein Cache ist zumeist eine kleine, wasserdichte Dose in der sich das Logbuch befindet.  Mit Hilfe von den GPS-Daten, aber auch Hinweisen und Rätseln kann man diese Caches suchen und finden. Vor Ort trägt man sich in das Logbuch mit Datum, Uhrzeit und Username ein. Anschließend wird das Fundstück auch noch im Internet „geloggt“. Ziel ist es die Caches und somit interessante, neue Orte zu entdecken. Die Caches werden wieder an Ort und Stelle versteckt. Hier geht es also um das suchen und finden, nicht darum etwas mitzunehmen.

Generell gibt es verschiedene Arten von Geocaches: Bei Traditional Caches werden die Koordinaten direkt veröffentlicht und so kann der Cache gefunden werden. Bei Mulitcaches müssen zuvor mehrere Stationen besucht werden, bevor der endgültige Cache gefunden wird. Außerdem gibt es noch viele weitere, interessante Varianten. Die Schwierigkeit kann bei allen Caches variieren.

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Erste Schritte

Als erstes solltet ihr euch ein Benutzerkonto auf www.geocaching.com anlegen. Die Basisversion ist kostenlos und ihr braucht nicht mehr als einen Nickname, eure Emailadresse und ein Passwort angeben. Ab dann habt ihr auch direkt die Möglichkeiten Caches in eurer Nähe zu entdecken!

Plant ein paar Minuten Zeit ein um euch mit der Website und Geocaching im Allgemeinen vertraut zu machen. Gebt doch einfach mal den Ort von eurem Stall ein und schaut was euch in der Nähe angezeigt wird. Die Ergebnisse erscheinen in einer Liste. Diese finde ich immer relativ unübersichtlich und wenig aufschlussreich. Deshalb lasse ich mir die Caches auf einer Karte anzeigen. Mit Klick auf den Caches erscheinen zuerst die Basisinformationen wie der Name, die Schwierigkeit und die Einschätzung des Geländes. Mit Klick auf den Namen erhält man auch einen Einblick in das Logbuch. Dort findet ihr die Einträge und Kommentare derjenigen die vorher den Cache gefunden haben.

Jetzt könnt ihr euch erstmal einen Überblick über die Caches in eurer Nähe verschaffen.

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Anschließend empfehle ich, eine passende App für euer Handy herunterzuladen.

Tipps & Tricks

Ich verwende die kostenlose App c:geo für Android.

Wenn euch das Cachen wirklich Spaß macht und ihr dranbleibt, ist es langfristig sinnvoll, sich ein GPS Gerät zuzulegen, die gibt es in krassen Preisspannen, wir benutzen in der Arbeit oft dieses Gerät:

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Über die Option „Live-Karte“ werden euch alle Caches rund um den aktuellen Standort angezeigt.

Die Ansicht "Live-Karte": Alle Caches in der Umgebung werden angezeigt. Gut zu erkennen sind die verschiedenen Cachearten.

Die Ansicht „Live-Karte“: Alle Caches in der Umgebung werden angezeigt. Gut zu erkennen sind die verschiedenen Cachearten.

Da bei uns am Stall das Handyinternet (und der Handyempfang allgemein) nicht die Besten sind, nutze ich oft die Option „Gespeicherte Caches“. Zuhause im WLAN suche ich mit meinem Handy Caches in Stallnähe aus. Diese speichere ich dann und wenn ich Zeit und Lust habe, nehme ich einen Ritt zu den Caches in Angriff. Dafür rufe ich den gespeicherten Cache auf und reite mit Hilfe der Karte dorthin.

Wichtig: Die angezeigte Entfernung auf der Karte ist immer die Entfernung in Luftlinie. Natürlich solltet ihr nur über ausgewiesene Wege zum Cache reiten!!

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Navigation mit Karte. Die Entfernung wird als Luftlinie angezeigt. Der blaue Pfeil zeigt den aktuellen Standort an.

Doch nicht jeder Cache ist einfach zu Pferd zu entdecken. Dies solltet ihr bei der Auswahl passender Caches beachten. Doch wie finde ich einen passenden Caches? Zuerst einmal kann die Anzahl der Sterne bei den Kategorien „Schwierigkeit“ und „Gelände“ können ein erster Hinweis sein.

Detailansicht bei Klick auf einen Cache. Die Sternchen geben die Aufschluss über die Schwierigekeit und das Gelände. Dies ist zur Planung wichtig. Du kannst den Cache jetzt auch speichern, dann wäre er auch offline verfügbar.

Detailansicht bei Klick auf einen Cache. Die Sternchen geben die Aufschluss über die Schwierigekeit und das Gelände. Dies ist zur Planung wichtig. Du kannst den Cache jetzt auch speichern, dann wäre er auch offline verfügbar.

Oft verrät auch die Beschreibung ob ein Verlassen der Wege oder aber Klettern notwendig ist. Zu guter Letzt lese ich immer noch die letzten Einträge im Logbuch. Auch darin findet man oft Hinweise zum Cache, aber auch den aktuellen Zustand. Dort wird auch eingetragen ob der Cache verschwunden ist oder gerade gewartet wird.

Extratipp: Wenn ihr zu zweit unterwegs seid, kann auch eine Person die Pferde halten, während die andere Person klettert oder in einem Fluss sucht 🙂

Da ich nicht die ganze Zeit mit Handy in der Hand auf dem Pferd sitzen möchte, schaue ich vor dem Ritt die Karte und die Lage des Caches an. Als Reiter kennt man das Gebiet rund um den heimatlichen Stall doch oft sehr gut. Dann reite ich soweit ich weiß und schalte dann erst das Handy mit Karte an. Dabei versuche ich mir den nächsten Wegabschnitt gut einzuprägen um das Handy wieder einpacken zu können. Ich arbeite mich sozusagen Etappenweise an den Cache heran. Wer Herausforderungen mag: Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Kompass zu navigieren.

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Navigation mit Kompass. Die Entfernung wird wieder als Luftlinie angezeigt. Diese Art der Navigation ist eine weitere Herausforderung!

Vergesst nicht einen Stift mitzunehmen, um euren Besuch im Logbuch einzutragen.

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Für das Pferd sind neue Wege oft sehr spannend. Mein Landi liebt es neue, unbekannte Wege zu gehen und ist dann immer total motiviert. Viele Wege die wie nur durch Geocaching entdeckt haben, sind jetzt Teil unserer Reitrunden geworden und manche eignen sich sogar mehr wie perfekt für das Training im Gelände.

Auch für den nächsten Tagesritt mit Freunden könntet ihr eine Geocaching Tour einplanen. Zugegebenermaßen ist ein gewisses Interesse an Rätseln und Schatzsuchen nicht unwichtig. Auch die Fähigkeit eine Karte zu lesen, sollte nicht unterschätzt werden. Aber genau das kann man auch durch Geocaching üben.

Wer von euch gerne vorher noch in einem Buch stöbern will, dem sei dieses hier empfohlen:

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Landi und ich wünschen euch viel Spaß!

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War jemand von euch schon geocachen mit Pferd? Erzählt doch gerne mal eure persönlichen Lieblingsrouten und Tipps und Tricks rund ums cachen 🙂

 

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3 Kommentare

  1. Pingback: Erlebnisbericht: 2-Tagesritt mit einem Jungpferd - PferdeSpiegel

  2. Jule

    Ich bin durch Zufall über deinen Artikel gestolpert und muss sagen ich finde ihn spitze! Das ist ja wirklich eins coole Idee! Aktuell arbeite ich mit meiner Reitbeteiligung viel vom Boden aus, da wir uns erst seit Kurzem kennen 😉 Aber deine Idee mit dem Geocaching werde ich für die Zukunft auf jeden Fall im Kopf behalten. Das macht sicherlich auch in Gruppen mit mehreren Reitern viel Spaß 🙂

    Antworten
  3. Christine

    Hallo, na das ist doch mal was 🙂
    Es gibt noch mehr Geocachende Reiter!!
    Die Tradis in unserer näheren Umgebung werden Grundsätzlich zu Pferd „geholt“, was ziemlich spaßig ist. Gerade mit Pferd ist man ja nicht wirklich unauffällig. Wir haben auch schon eine Ganze Tradirunde über 20 km in der Gruppe zu Pferd geholt. Das war sehr angenehm, weil man zwischendurch auch Zeit zum Reiten hatte. Solche Runden sollte es öfters geben! Multis sind meist mit Pferd nicht so spaßig, weil die Ponys schnell die Lust verlieren. Aber wenn wir mit den Ponys irgendwo hin fahren muss mindestens ein Geocache auch gefunden werden!
    Das finde ich toll, dass es noch mehr „Bekloppte“ von der Sorte gibt 🙂 Geocachen ist ein tolles Hobby – mit oder ohne Pferd. Und das Tolle: Man muss sich nicht aufhübschen sondern kann direkt vom Stall aus weiter machen … sozusagen.
    Liebe Grüße
    Christine

    https://blog.del-cavador.de/category/des-mit-denne-tupperdosli/

    PS: Yvi hab ich auch schon angesteckt 🙂

    Antworten

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