Ponyliebe

Lesenswert: Warum man keine Heulage füttern sollte

Skári - ein kleines Fotomodell ;)

Heulage wird ja immer wieder gerne in einschlägigen Foren und Büchern empfohlen, wenn man einen Dauerhuster im heimischen Stall stehen hat. Auch wir haben uns erst mit dem Thema auseinandergesetzt – klar, man will ja auf alle Fälle seinem armen, leidgeplagten Pony nur das Beste zukommen lassen. Doch warum genau bei Husten Heulage absolut nicht zu empfehlen ist und warum man auch allgemein darauf verzichten kann, beschreibt Klaudia von Two-Toned eindrucksvoll in ihrer Zusammenfassung eines Vortrags von Dr. Christina Fitz.

Heute also mal nix lustiges, sondern ein sehr ernstes Thema in der Kategorie Lesenswert. Was zum Lachen gibt es hier  , falls ihr die letzten Updates verpasst haben solltet! 🙂

Was habt ihr denn für Meinungen zum Thema Heulage? Ich muss erlich sagen, dass ich es so schwierig finde, gerade bei Haltungs- oder Fütterungsthemen, mir eine Meinung zu bilden – denn man wird immer gute Sachen für Pro und ebenso für Contra finden. Helft mir doch ein bisschen weiter! 🙂

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2 Kommentare

  1. Mira

    Ich habe auch schon einen Vortrag der o.g. Frau gehört und muss sagen, dass mich ihre Thesen letztlich nicht überzeugt haben. Sie hat die Fähigkeit ihre Meinung sehr eindrücklich darzulegen und mit auf den ersten Blick plausiblen Begründungen zu untermauern, doch nachdem ich eine Nacht über den Vortrag geschlafen hatte , hatte ich mehr Fragen als Antworten und reichlich Zweifel daran, dass das was ich da gehört habe so stimmen kann… Um nur ein paar Punkte zu nennen: Heulage hat einen niedrigeren PH-Wert als Heu, ja…aber der gesamte Nahrungsbrei wird ohnehin im Magen durch die dort vorhandene Säure kräftig angesäuert, auch die Heulage noch! Der nun saure Nahrungsbrei wird im Dünndarm nun wieder hochgepuffert…egal ob Heu oder Heulage oder Gras… das benötigt ausgehend von dem Wert der am Magenausgang erreicht wurde immer die gleiche Menge Basen und nicht wie von C.F. bedeutet mehr, weil das Pferd Heulage fraß. Wieviele Milchsäurebakterien es durch das Säurebad im Magen schaffen sei jetzt mal dahin gestellt, auf jeden Fall gibt es die Milchsäurebakterien im Pferdedarm…immer! Diese können nur aus dem Material Milchsäure machen was sie bekommen. Mehr Bakterien machen nicht automatisch mehr Milchsäure wenn das Material fehlt, d.h. eine „Übersäuerung“ (wenn es sowas denn überhaupt gibt) passiert nur, wenn ich den Bakterien viel zum Verarbeiten (z.B. in Form von Kraftfutter) gebe. Interessanterweise wird z.B. mit Hilfe von Milchsäure hergestelltem Sauerkraut im Darm des Menschen sogar eine basische Wirkung zugeschrieben… Grundsätzlich sehe ich also keinen Grund, Heulage zu verteufeln. Gutes, hochwertiges Heu – keine Frage, am besten maschinell getrocknet, denn dann ist die Verpilzungsgefahr wirklich nicht so groß, aber die Realität sieht leider oft anders aus 🙁 Da bevorzuge ich dann vernünftige 48 Stunden Heulage deren Siliervorgang mit EM unterstützt wurde!

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    1. ponyliebe (Beitrag Autor)

      Siliervorgang mit EM fände ich sehr spannend! Bei uns in der Gegend gibt es leider nur grottige Heulage oder seltsame Bedingungen drumrum…deshalb bleiben wir beim Heu. Aber wie du schon sagtest: Da ein tolles, gut gemachtes zu finden, wird leider auch immer schwieriger!
      Fütterst du denn nun Heulage? Und kannst damit deine Überlegungen bestätigen? 🙂

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